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Vitamine gegen Rheuma
Essen gegen Rheuma: Auf Vitamine achten

Rheumatiker haben wegen ihrer Erkrankung einen erhöhten Vitaminbedarf. Deshalb empfehlen Ärzte, auf eine ausreichende Versorgung vor allem mit Vitamin C und E zu achten.

Besonders bei Menschen mit Rheumatoider Arthritis bildet die andauernde Entzündung einen erheblichen Stressfaktor für den Körper. Die Entzündungsreaktionen setzen vermehrt schädliche Sauerstoff-Radikale frei, die so genannten freien Radikale. Die Vitamine C und E neutralisieren zwar die negativen Wirkungen der Radikale, aber sie werden dabei verbraucht. Daher lohnt es sich, den Vorrat des Körpers pro Tag mit etwa 100 mg Vitamin C und 12 bis 15 mg Vitamin E aufzufüllen, wie die Neue Apotheken Illustrierte schreibt.

Überdies sollten Rheumatiker auf ausreichend Calcium in der Nahrung achten, da sie auf Grund ihrer schmerzhaften Bewegungseinschränkung deutlich öfter an einer Osteoporose erkranken. Calcium und Vitamin D schützen aber nicht nur den Knochen vor Osteoporose, sondern tun auch den Gelenken gut. Als tägliche Aufnahmemenge werden mindestens 1000 mg Calcium und 400 I.E. (internationalen Einheiten) Vitamin D empfohlen.

Darüber hinaus gibt es allgemeine Ernährungsempfehlungen für Rheumatiker von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Von einigen wichtigen Ausnahmen abgesehen, unterscheidet sich im Prinzip eine richtige Ernährung bei Rheuma nicht von der, die man allen anderen empfehlen kann, um gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Die wichtigsten Ernährungsempfehlungen bei Rheuma

  • Köstliches aus dem Meer
    Planen Sie 2- bis 3-mal in der Woche eine Fischmahlzeit ein. Besonders wertvolle Fischölfettsäuren (sogenannte Omega-3-Fettsäuren) liefern Lachs, Makrele und Hering, die den Entzündungsprozeß hemmen.
  • Weniger ist mehr
    Essen Sie nicht mehr als zwei Fleischmahlzeiten pro Woche und stellen Sie Gemüse-, Kartoffel- und Getreidegerichte in den Mittelpunkt Ihrer Ernährung! Lassen Sie die Finger von Innereien und fetten Wurstwaren. Eine fleischarme (laktovegetabile) Ernährung kann entscheidend mit dazu beitragen, Gelenkentzündungen zu verhindern.
  • 5 mal am Tag Obst und Gemüse
    Vitamine sind für Sie besonders wichtig. Viel besser als Vitaminpillen zu schlucken ist es aber, täglich reichlich frisches Gemüse, Salat und Obst zu essen! So sind Sie z.B. nicht nur mit Vitamin C und Betacarotin gut versorgt, sondern auch mit gesunden Bioaktivstoffen. (Wichtig für das Immunsystem.) Nehmen Sie Vitamin-, Spurenelement- und Fettsäurenpräparate nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein.
  • Greifen Sie ins richtige Fettnäpfchen
    Verzichten Sie auf Butter, Speck und Schweineschmalz und verwenden Sie eine Diät- und Sonnenblumenmargarine! Äußerst empfehlenswert sind Vitamin-E-reiche Pflanzenöle wie Sonnenblumen-, Soja- und Weizenkeimöl. Zum Braten sind auch Rapsöl oder Olivenöl geeignet.
  • Stärken Sie Ihre Knochen
    Legen Sie besonderes Gewicht auf eine ausreichende Calciumzufuhr, um einer Osteoporose vorzubeugen. Trinken Sie deshalb täglich ½ Liter fettarme Milch. Oder essen Sie 1 große Portion Quark, 1 Becher fettarmen Joghurt und 2 große Scheiben Käse (Fettgehalt beachten).
  • Eigelb ist nicht das Gelbe von Ei!
    Essen Sie nicht mehr als zwei Eier pro Woche! Denken Sie auch daran, daß viele Fertignudeln Eigelb enthalten. Probieren Sie, wie gut italienische Nudeln aus Hartweizengries (ohne Ei) schmecken.
  • Essen Sie ballaststoffreich!
    Vollkornbrot, -nudeln, Naturreis, Kartoffeln und Gemüse machen satt, bringen die Verdauung in Schwung und haben einen positiven Nebeneffekt: Diese kohlenhydratreichen Lebensmittel sind "Fitmacher" und helfen Ihnen, schlank zu bleiben oder zu werden! (Wichtig, um die Gelenke zu entlasten.)
  • Trinken Sie reichlich!
    Mindestens 2 Liter sollten es täglich sein. Mineralwasser, Tees und Säfte sind gute Durstlöscher. Trinken Sie wenig Alkohol.
  • Mehr Aufmerksamkeit für Essen & Trinken und Ihren Lebensstil!
    Essen Sie abwechslungsreich und vor allem mit Genuß. Probieren Sie neue Gerichte und fettarme, zeitgemäße Zubereitungsmethoden aus! Achten Sie auf eine gesunde Lebensweise und meiden Sie Zigarettenrauchen, Alkohol und Stress, denn diese erhöhen den Gehalt des Körpers an schädlichen Sauerstoffradikalen und verstärken das Entzündungsgeschehen!

WANC 02.08.04

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