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Tägliche Krankengymnastik hilft bei Morbus Bechterew (Foto: DGK)
Morbus Bechterew: Sieben Jahre bis zur richtigen Diagnose

In Deutschland leiden ungefähr eine Million Menschen unter Morbus Bechterew, einer entzündlichen Gelenkerkrankung. Regelmäßige Krankengymnastik kann helfen, die Beweglichkeit zu erhalten.

Hauptmerkmal dieser entzündlichen Erkrankung der Gelenke ist eine fortschreitende Verknöcherung. Betroffen sind vor allem die Wirbelsäule sowie Hüften und Schultern. Steifheit, Bewegungseinschränkungen und starke Schmerzen quälen die Betroffenen. Mittlerweile ist bekannt, dass bei Morbus Bechterew eine genetische Veranlagung vorliegt, ausgelöst wird die Krankheit aber vermutlich durch eine bakterielle Infektion.

Das Anfangsstadium ist von einem dumpfen Schmerz im unteren Rückenbereich geprägt, der auch in Hüfte und Beine ausstrahlen kann. Bewegung bessert in der Regel die Schmerzen. Die Nachtruhe wird deshalb durch das lange Liegen oft empfindlich gestört. Müdigkeit und Erschöpfung sind aus diesem Grund häufige Begleiterscheinungen der Krankheit.

Im Durchschnitt vergehen sieben Jahre, bis ein Patient die richtige Diagnose erfährt: Wertvolle Zeit, in der eine gezielte Therapie der Verknöcherung entgegenwirken könnte. Heilbar ist Morbus Bechterew bis jetzt nicht. Ziel der Therapie ist deshalb, die Beweglichkeit möglichst lange und weitgehend zu erhalten. Eine maßgebliche Rolle spielt dabei die Physiotherapie

„Bei der Krankengymnastik lernen die Patienten für jede Phase der Erkrankung entsprechende Übungen“, erklärt Helga Freyer-Krause, Physiotherapeutin aus Wittelsberg. „Während eines schmerzhaften Entzündungsschubs sind sanfte Übungen, am besten unter Entlastung, sinnvoll. In anderen Phasen sollen auch kräftigende Übungen und Dehnungsübungen durchgeführt werden“. Wichtig ist, dass Betroffene ihre Übungen täglich ausführen.

Nicht vernachlässigt werden darf auch eine begleitende Atemtherapie. Die normale Brustatmung wird bei zunehmender Versteifung und Einschränkung der Beweglichkeit durch die Bauchatmung abgelöst. Dadurch verringert sich aber die Atemtiefe, unter Umständen mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen. „Die Atemtherapie beugt einem Lungenemphysem und Herz-Kreislauf-Schwächen vor, die aus der Bauchatmung resultieren können. Außerdem wirkt sie der Versteifung der Wirbelbogengelenke entgegen“, erläutert Freyer-Krause.

In den meisten Fällen müssen, vor allem während akuter Schübe, auch die Schmerzen durch geeignete Medikamente behandelt werden. Erst so ist der Patient in der Lage, seine Bewegungsübungen regelmäßig durchzuführen.

WANC 03/04.05.05/dgk
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