Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Arzt
Gibt es in Deutschland zu wenige niedergelassene Rheumatologen (Foto: Hermera)?
Rheuma: Patienten werden oft zu spät behandelt

In Deutschland leidet etwa 1 Prozent der Bevölkerung - also etwa 800 000 Menschen - an rheumatoider Arthritis. Hierzulande werden rheumatologische Erkrankungen aber häufig immer noch zu spät erkannt und behandelt. Gründe dafür sind ein mangelndes Bewusstsein für diese Erkrankungen und eine zu späte Überweisung an einen Rheumatologen.

Bei Rheuma berichten Ärzte von immensen Fortschritten bei Diagnose- und Therapieverfahren, die dauerhafte Gelenk- und Organschäden verhindern könnten. „So lassen sich rheumatologische Erkrankungen mit Hilfe der Kernspintomografie und dem hochauflösenden Ultraschall in einem deutlich früheren Stadium erkennen, als es mit herkömmlichen Röntgengeräten möglich ist", erklärt Dr. Edmund Edelmann vom Berufsverband Deutscher Rheumatologen (BDRh). Damit könne mit der Behandlung begonnen werden, bevor die Erkrankung die Gelenke unwiederbringlich zerstört.

„Menschen mit schmerzhafter, weicher Schwellung eines oder mehrerer Gelenke, mit einer Morgensteifigkeit der Gelenke von 30 Minuten oder länger sollten innerhalb von sechs Wochen nach dem Auftreten der ersten Beschwerden einen Rheumatologen aufsuchen", rät Dr. Edmund Edelmann vom (BDRh).

Allerdings müssen Patienten oft lange auf einen Untersuchungstermin warten. „Das wichtige Ziel, eine schnelle Behandlung von Rheumatikern durch einen Facharzt zu gewährleisten, erfordert daher einen freien Zugang von Rheumatologen zur ambulanten Versorgung, aber ebenso eine weitere Verbesserung der Kooperation zwischen Hausärzten und Rheumatologen", fordert der Rheumatologe.

Obwohl sich die Versorgung von Rheumatikern in den letzten Jahren verbessert habe, gebe es immer noch große Defizite: „Nur 64 Prozent der Patienten mit rheumatoider Arthritis befinden sich in regelmäßiger Behandlung beim Rheumatologen", so Edelmann.

Der Verband beklagt, dass es nach wie vor zu wenig ambulant tätige Rheumatologen gibt: Derzeit praktiziert bundesweit pro 115 000 Erwachsene ein internistischer Rheumatologe. Für eine ausreichende Versorgung wird jedoch ein Facharzt pro 50 000 Einwohner benötigt, meint der Berufsverband. „Neue Praxissitze und Ambulanzen werden durch eine Fehlsteuerung bei der Bedarfszulassung verhindert", gibt Edelmann der Politik die Schuld für diese Situation. Denn bundesweit gebe es trotz des Bedarfes an Rheumatologen keine Niederlassungsmöglichkeit für internistische Rheumatologen.

WANC 10.04.08/Quelle: BDI

Woran erkenne ich, dass ich Rheuma habe?

Woher kommt entzündliches Rheuma?

Ist Wärme oder Kälte besser bei Rheuma?

Muss ich bei entzündlichem Gelenkrheuma Medikamente nehmen?

Hilft eine Rheuma-Diät?

 
Seite versenden  
Seite drucken