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Normale, dünne und osteoporotische Knochenstruktur (von oben nach unten)
Osteoporose: Therapieabbruch aus Unwissen

Osteoporose-Patienten werden nur ungenügend über ihre Therapie aufgeklärt. Die mangelhafte Kommunikation zwischen Arzt und Patient führt daszu, dass 85 Prozent der Behandlungen zu früh eingestellt werden.

Gravierende Mängel bringt eine in Deutschland, Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien durchgeführte Studie der  International Osteoporosis Foundation (IOF) zur Osteoporose ans Tageslicht. Besonders viele Frauen sind sich zwar der Schwere der Erkrankung bewusst, nehmen aber dennoch keine Medikamente ein, da ihnen die Vorteile der medikamentösen Therapie nicht klar sind. Dadurch riskieren sie nicht nur Knochenbrüche und ein höheres Sterberisiko, sondern leiden auch unter möglichen Folgeschäden wie Immobilität und Unabhängigkeitsverlust. Das sind die Ergebnisse einer Studie der 
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An der Untersuchung, die im Zeitraum von Januar bis April 2005 stattgefunden hat, haben europaweit 500 Praktiker und 500 Osteoporose-Patienten teilgenommen. Derzeit wird von den Ärzten bei einer Osteoporoseerkrankung am häufigsten eine Bisphosphonat-Behandlung begonnen. Diese sollte laut Angaben der Ärzte (60 Prozent) durchschnittlich drei bis fünf Jahre dauern.

Doch 51 Prozent der Patienten erklären, nie darüber aufgeklärt worden zu sein, wie lange sie die Osteoporose-Therapie durchführen müssen. 34 Prozent der befragten Patienten geben an, dass sie entweder nicht wussten, was diese Tabletten bewirkten oder fälschlicherweise annahmen, dass sie keinerlei Wirkung haben.

Zwar wussten neun von zehn Betroffenen, dass es sich um eine ernsthafte Erkrankung handelt, doch wurde von den Ärzten berichtet, dass sie beobachten können, wie 85 Prozent der Patienten die Therapie abbrechen. Bei 75 Prozent der Betroffenen führt vor allem die Bewusstmachung der positiven Effekte einer Behandlung zur Fortsetzung der Therapie.

"Die Ergebnisse der Studie machen den Handlungsbedarf bei der Verbesserung der Osteoporose-Behandlung sichtbar. Die Ursachen für das Missmanagement liegen klar in einem Kommunikationsdefizit zwischen Arzt und Patient. Besonders Ärzte sollten darum verstärkt dahingehend sensibilisiert werden, dass sie während der Konsultation mehr auf die Patienten eingehen", erklärte IOF-Geschäftsführer Daniel Navid.


WANC 10.06.05/pte
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