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Teufelskreis: Angst vor Bewegung - Angst vor Schmerzen (Foto: DAK)
Angst kann den Rücken schmerzen lassen

Darauf, ob Schmerzen chronisch werden oder nicht, haben psychologische Faktoren einen entscheidenden Einfluss. Das ist eine der Kernaussagen des so genannten "fear-avoidance" (Angst-Vermeidungs)-Konzepts. Denn mit der Schmerzerfahrung beginnt ein Teufelskreis, aus Angst vor Schmerzen und Angst vor Bewegung.

"Viele prospektive Studien belegen eindrucksvoll, dass psychosoziale Mechanismen deutlich besser als körperliche Faktoren vorhersagen können, ob Rückenschmerzen chronisch werden", so Michael Pfingsten vom Zentrum Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin der Universität Göttingen.

Das Angst-Vermeidungs-Konzept, das die amerikanische Medizinerin Clare Philips bereits in den 80er Jahren entwickelte, besagt, dass die Schmerzen zunächst durchaus eine körperliche Ursache haben. Nach der akuten Schmerzerfahrung beginnt jedoch ein Teufelskreis, in dessen Verlauf die Patienten zunächst eine Angst vor Bewegung entwickeln - denn Bewegung, das haben sie in der Akutphase gelernt, verursacht Schmerzen. Da Bewegungen vermieden werden, schwächt sich die Muskulatur ab, Fehlstellungen entwickeln sich und die Funktion des Bewegungsapparats nimmt ab. Weitere Schmerzen sind die Folge. "Würde der Betroffene sich weiter bewegen und erfahren, dass dies nicht notwendigerweise mit einer Zunahme der Schmerzen verbunden ist, so würde er seine gelernte Angst wieder verlieren", so Pfingsten. Aufgrund der negativen Erwartung setzen sich viele Patienten dieser Erfahrung jedoch nicht aus - die Vermeidung hält an.

In einer eigenen Studie konnte Michael Pfingsten nachweisen, dass bereits die Erwartung einer schmerzhaften Bewegung die Schmerzen von Rückenpatienten verstärkt. Wird den Patienten jedoch mitgeteilt, dass die auszuführende Bewegung harmlos ist, verringert sich die Schmerzempfindung deutlich.

Ärzte, die Patienten mit Rückenschmerzen behandeln, sollten daher nach Ansicht des Göttinger Mediziners darauf achten, keine negativen Erwartungen zu schüren. Es sei wichtig, die Patienten zu motivieren und zu aktivieren, sagt Pfingsten. Dagegen sollte es der Arzt unbedingt vermeiden, den Beschwerden eine bedrohliche Bedeutung zu geben.

WANC 11.06.04/Zeitschrift für Orthopädie

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