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Beim Radfahren bewegt sich das Kniegelenk gleichmäßig, ohne dabei das Körpergewicht zu tragen (Foto: DAK/Schläger)
Gelenkschmerzen: Warum Bewegung wichtig ist

Arthrose-Patienten sollten trotz oder gerade wegen ihrer Bewegungsschmerzen regelmäßig Sport treiben. Nur bei kontinuierlicher Bewegung wird ausreichend Gelenkschmiere produziert, um einen reibungslosen Bewegungsablauf zu gewährleisten. Welche Sportarten sich am besten eignen.

Generell gilt bei Arthrose und Gelenkproblemen: Nur gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen, Gymnastik, Aqua-Jogging oder auch Bewegungsübungen wie Tai Chi (Chinesisches Schattenboxen) oder Joga sind für Arthrose-Betroffene empfehlenswert. Wen es in die Natur zieht, der sollte Rad fahren, Ski langlaufen oder wandern. Und Sport nur in schmerzfreien oder -armen Perioden betreiben.

"Gerade der Herbst ist eine ideale Jahreszeit für Wandertouren," empfiehlt Professor Josef Zacher, Leiter der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Rheumatologie des Helios Klinikums in Berlin sowie Vorsitzender der Initiative "Stark gegen den Schmerz". Sein Tipp: "Bergab ist die Gelenkbelastung sehr hoch, deshalb sollten Betroffene lieber nur bergauf wandern und zurück die Seilbahn benutzen."

Ungeeignet für Patienten mit Gelenkproblemen sind Leistungssport und gelenkstrapazierende Sportarten wie Tennis und Squash mit plötzlichen Stopps aus voller Bewegung oder Joggen auf hartem Untergrund. Auch die beliebte Schauspielerin Senta Berger kennt dieses Problem. Sie ist selbst Arthrose-Betroffene und Schirmherrin der Initiative: "Ich habe immer sehr viel Sport betrieben und dabei meine Gelenke nicht geschont. Heute achte ich sehr darauf, meine Gelenke beim Sport möglichst wenig zu belasten."

Vier geeignete Sportarten (Quelle: Initiative gegen den Schmerz):

Radfahren. Beim Radfahren bewegt sich das Kniegelenk gleichmäßig, ohne dabei das Körpergewicht zu tragen. Auch für Betroffene, die nicht an einer Kniegelenksarthrose leiden, ist diese Sportart empfehlenswert. Ein großer Vorteil: Sie können sowohl draußen in der Natur als auch drinnen auf dem Hometrainer oder Ergometer trainieren. Wählen Sie möglichst kleine Gänge und stellen Sie den Sattel so ein, dass die Fersen gerade das Pedal erreichen.

Nordic Walking. Eine gute Alternative zum Gelenk strapazierenden Jogging ist die immer beliebter werdende Trendsportart Nordic Walking. Es schont vor allem die Knie. Denn immerhin muss beim Jogging das Kniegelenk das Zwei- bis Dreifache des Körpergewichts abfangen, dagegen beim Nordic Walking nur das Ein- bis Eineinhalbfache. Wählen Sie Schuhe mit ausreichender Stützfunktion und guten Dämpfungseigenschaften, und ziehen Sie federnde Waldböden, Feld- oder Sandwege harten Asphaltböden vor.

Aquajogging. Egal welches Gelenk von Arthrose betroffen ist: Bewegung im Wasser ist besonders gelenkschonend. Durch den Wasserauftrieb wird die Belastung aller Gelenke deutlich reduziert. Bei Wassertemperaturen über 30 Grad ist das Bewegungstraining angenehmer. Patienten mit einer bereits weit fortgeschrittenen Arthrose können beim Aquajogging eine Auftriebsweste tragen, wodurch die Gelenke zusätzlich entlastet werden. Gleichzeitig wird die Muskulatur trainiert – mit positiver Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel.

Schwimmen. Wie beim Aquajogging entlastet der Wasserauftrieb auch beim Schwimmen die Gelenke. Kraul- oder Rückenschwimmen sind besser als Brustschwimmen, denn beim Brustschwimmen bildet sich ein Hohlkreuz, und die Halswirbel werden extrem nach hinten gebeugt. Die gleichmäßigen Auf- und Ab-Bewegungen der Beine beim Kraul- und Rückenschwimmen sind besonders für die Kniegelenke besser geeignet als die Scherbewegungen beim Brustschwimmen.

WANC 12.10.05
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