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Regelmäßige Bewegung als Prävention gegen den Abbauch von Knochensubstanz
Osteoporose: Diagnose häufig erst nach Knochenbruch

Etwa 7,8 Millionen Menschen leiden unter Knochenschwund, davon 6,5 Millionen Frauen. Jede vierte Frau über 50 Jahre ist betroffenen. Bei 90 Prozent der Patienten diagnostiziert der Arzt die chronische Skeletterkrankung zu spät: Die Knochendichte ist bei ihnen bereits um ein Drittel gesunken.
 
Jährlich 300 000 Knochenbrüche sind auf Osteoporose zurückzuführen. Frühzeitige Diagnose und Behandlung könnten diese Zahl senken und den – überwiegend weiblichen – Betroffenen helfen: „Es wäre äußerst effektiv, ab einem Altern von 55 Jahren die Knochendichte in der Bevölkerung zu screenen“, mahnt Prof. Dr. Joachim Grifka, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC).

Bislang finanzieren die gesetzlichen Krankenkassen die Messung der Knochendichte erst, wenn ein Knochenbruch vorliegt. Deshalb erfahren viele Betroffene von ihrer Krankheit, wenn es eigentlich schon zu spät ist, nämlich durch den Knochenbruch.

Viel zu spät, betont Grifka. „Wir finden immer genauer heraus, welche biologischen Prozesse zum Knochenabbau führen und können medikamentös immer besser eingreifen.“ Einerseits gelte es, den Abbau zu bremsen. Andererseits könnten neue Medikamente Knochenstruktur und -stabilität verbessern.
 
Doch auch ohne Medikamente lässt sich Osteoporose vorbeugen und – in Grenzen – behandeln: Gesunde Knochen sind auf Druck und Zug angewiesen. Diese Reize erfahren sie nur durch Bewegung. Besonders für Menschen mit Osteoporose im Frühstadium seien regelmäßige Bewegung, Gymnastik oder Sport deshalb fester Bestandteil der Therapie.

Eine Prävention der Osteoporose lässt sich zusätzlich auch durch eine calciumreiche Ernährung erreichen. Dazu sagt das Deutsche Ernährungsberatungs- und –informationsnetz: „Bei der Prävention der Osteoporose spielt im Rahmen einer gesunden Ernährung eine ausreichende Calciumzufuhr im Kindes- und Jugendalter eine entscheidende Rolle. In diesem Lebensabschnitt ist die Einlagerung von Calcium in die Knochenmatrix am effektivsten. Der Zeitpunkt, an dem der Mensch seine höchste Knochenmasse erreicht, nennt man "peak-bone-mass" ( Spitzenknochenmasse). Anschließend (etwa ab dem 30. Lebensjahr) verringert sich die Knochendichte mit zunehmendem Alter.“

Und in Bezug auf die Calciumversorgung gibt es dort folgenden Rat: „Die besten Calciumquellen sind Milch und Milchprodukte. Ohne diese Lebensmittel ist eine ausreichende Deckung des täglichen Bedarfs kaum möglich. Sie sollten deshalb regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Ein weiterer guter Calciumlieferant ist Mineralwasser. Bei der großen Auswahl der Produkte sollte ein Wasser bevorzugt werden, das mindestens 400mg Calcium pro Liter enthält und möglichst weniger als 200mg Natrium. In einem gewissen Umfang kann Gemüse (z.B. Brokkoli) zur Calciumversorgung beitragen. Einen hohen Calciumgehalt weisen auch verschiedene Küchenkräuter wie Petersilie und Dill auf. Ein regelmäßiger Einsatz dieser Kräuter kann somit helfen, den Kochsalzkonsum zu reduzieren, neue Geschmacksrichtungen zu entdecken und die Calciumaufnahme zu erhöhen. Eine optimale Calciumversorgung erreicht man, wenn die zugeführte Calciummenge über den Tag verteilt wird, also z.B. in Form von mehreren kleinen Milchmahlzeiten. Aufgrund der calciumbindenden Eigenschaften des Phosphats ist ein Calcium-Phosphat-Quotient von 1 erstrebenswert, d.h., die Nahrung sollte im wesentlichen mehr Calcium als Phosphat enthalten.“

WANC 20.10.08/ Quelle: Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, DEBInet

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