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Keine Morgensteifigkeit: Medikamente wirken dann, wenn sie gebraucht werden (Foto: DAK/Schläger)
Rheumatherapie: Wirkstoffe verzögert freisetzen

Verbesserte Medikamente gegen Rheuma - spezielle Glucocorticoide - können ihren Wirkstoff verzögert freisetzen. Die Behandlung lässt sich damit zeitlich auf die krankhaften Vorgänge im Körper abstimmen.

Glucocorticoide gehören zu den Steroidhormonen. Natürlicherweise entstehen sie in der Nebennierenrinde. Sie hemmen Entzündungen im Körper. Mediziner setzen synthetisch hergestellte Glucocorticoide seit langem ein, um diese Wirkung zu imitieren. Die Medikamente wirken besser, wenn die Einnahme zeitlich genau an das Auftreten von Entzündungsvorgängen im Körper von Rheuma-Patienten angepasst ist.

Unter Leitung der Forscher von der Klinik für Rheumatologie und Klinische Immunologie an der Berliner Charité wurden dafür 288 Patienten mit rheumatoider Arthritis untersucht. Um die bei der Erkrankung übliche Morgensteifigkeit zu behandeln, nehmen Patienten mit rheumatoider Arthritis normalerweise morgens zwischen sechs und acht Uhr ihre Medikamente ein. Zu spät, wie Prof. Dr. Frank Buttgereit, Rheumatologe an der Charité in Berlin, bekennt: "Zu diesem Zeitpunkt hat der nächtliche Anstieg der Entzündungsbotenstoffe schon längst zu Gelenkschwellungen und -entzündungen und damit zu den Symptomen wie der Morgensteifigkeit geführt."

Um dieses zu verhindern, wurden 288 Patienten mit einem "modified-release" (MR) Glucocorticoid behandelt. Sie nahmen abends gegen 22 Uhr eine Tablette ein, die den Wirkstoff Prednison etwa vier Stunden später freisetzt. Diese Patienten litten deutlich kürzer unter der typischen Morgensteifigkeit als die Kontrollgruppe mit üblicher Medikation.

Unterschiede in der Verträglichkeit zwischen Versuchs- und Kontrollgruppe fanden die Forscher nicht. "Die Dauer der Morgensteifigkeit wird durch das neue Medikament deutlich verkürzt. Unter MR-Prednison sind keine neuen Nebenwirkungen im Vergleich mit Standard-Prednison aufgetreten. Es gelten also die gleichen Hinweise wie bei bekannten Kortisonpräparaten."

WANC 31.07.08/ Quelle: Kompetenznetz Rheuma

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