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Biologika können das Leben von Rheumapatienten verlängern

Biologika sind biotechnisch hergestellte Wirkstoffe, die auf Basis von Mikroorganismen hergestellt werden und deshalb körpereigenen Substanzen entsprechen oder sehr ähnlich sind. Sie greifen direkt in Krankheitsabläufe ein und hemmen, wie bei Rheuma, Entzündungsvorgänge. Vor 13 Jahren wurde in Europa das erste Biologikum zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) zugelassen. Ein Biologika-Register in mehreren europäischen Ländern belegt nun, dass Biologika das Leben von Rheumapatienten verlängern können.

Rheuma kann das Leben verkürzen. Professor Dr. rer. pol. Angela Zink vom Deutschen Rheuma Forschungszentrum in Berlin betont, das seit langem bekannt sei, dass die Lebenserwartung bei RA verkürzt ist. Der Berufsverband Deutscher Rheumatologen sagt, dass die Lebenserwartung durch  Rheuma um drei bis 13 Jahre niedriger sein kann. Grund ist, dass die dauernden Entzündungen andere Organe wie Herz, Lunge, die Blutgefäße oder Magen und Darm befallen.

Biologika greifen - im Gegensatz zu anderen antirheumatischen Medikamenten - das Immunsystem nicht irgendwo an, sondern sehr gezielt an den Stellen, die für die Schädigungen von Gelenken verantwortlich sind. Der Vorteil davon ist, dass es weniger Nebenwirkungen gibt. Allerdings wird das Immunsystem auch so geschwächt, dass dadurch andere Krankheiten leichter entstehen können. Das Register, in dem 11000 Patienten RA seit elf Jahren beobachtet werden, zeigt aber, dass eine Behandlung mit den am längsten erprobten Biologika, den TNF-Blockern, das Krebsrisiko nicht erhöht. Es besteht jedoch ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Infektionen bei Behandlung mit TNF Blockern.

Zink macht Betroffenen Mut; „Inzwischen können wir aufgrund der Register-Daten das Mortalitäts-, Krebs- und Infektionsrisiko der Patienten gut einschätzen.“ Rheuma-Patienten könnten eine normale Lebenserwartung erreichen, wenn es gelinge, die Krankheitsaktivität dauerhaft zu kontrollieren und auf ein niedriges Niveau zu senken.  Bei anhaltend hoher Krankheitsaktivität sei die Sterblichkeit hingegen dreimal höher als in der Normalbevölkerung. Die Sterblichkeit der mit Biologika behandelten Patienten sei im Vergleich zu konventioneller Therapie deutlich verringert. Dies erkläre sich unter anderem durch die geringere Krankheitsaktivität und die Einsparung von Glukokortikoiden.

Berliner Ärzteblatt 12.08.2012, Quelle: 40. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)
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