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Gicht ist eine Gefahr für Herz und Gefäße

Gicht fährt in die Gelenke. Meist in die Zehgelenke des Fußes oder der Hände. Betroffene berichten von kaum ertragbaren Schmerzen. Schon deshalb ist es angeraten, etwas gegen Gicht zu unternehmen. Ob mit Medikamenten oder einer Ernährungsumstellung. Doch Gicht sorgt nicht nur für schmerzhafte Ablagerungen und Schwellungen in den Gelenken. Gicht kann auch Herz und Gefäßen schaden.

Gicht entsteht, weil der Harnsäurewert des Blutes erhöht ist. Liegt er normalerweise zwischen 2 und 4 mg/dl, so steigt er bei Gichtpatienten auf über 6 mg/dl an. Ab diesem Wert können sich Harnsäurekristalle bilden, die sich zuerst in den Gelenken der Füße und Hände, später auch im Weichteilgewebe, in der Augenlinse und in der Niere ablagern.

Gicht entsteht vor allem durch die Ernährung oder genauer durch die Aufnahme von vielen Purinen, das sind Bestandteile der Harnsäure. Eine Vielzahl von Urinen finden sich in  Fleisch, vor allem in Innereien wie Bries, Herz, Leber und Nieren, aber auch im Fleischextrakt, in Geflügel wie Gans und Huhn, in Fischen wie Ölsardinen, Sprotten, Bückling und in Schalentieren, wie Hummer oder Muscheln. Selbst einige pflanzliche Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte oder Spargel sind purinreich. Auch Alkohol fördert Gicht, weil er die Fähigkeit der Niere vermindert, Harnsäure auszuscheiden.

Warum vor allem Männer an Gicht erkranken, weiß man noch nicht so genau. Ob es an den Ernährungsgewohnheiten der Männer liegt oder an den möglicherweise schützenden Hormonen der Frauen, das wird noch erforscht. Auch, dass bei Frauen nach den Wechseljahren häufiger Gicht vorkommt, liefert keine Erklärungen.

Erhöhte Harnsäurewerte schaden aber nicht nur den Gelenken. Sie erhöhen auch das Risiko für Herz und Gefäßkrankheiten. Studien US-amerikanischer Ärzte besagen,  dass eine Erhöhung der Harnsäure um 1 mg/dl das Herzinfarktrisiko ähnlich steigert, wie eine Erhöhung des Cholesterins um 20 mg/dl oder des Blutdrucks um 10 mmHg. Rheumatologen warnen, dass die mit der Gicht ständig ablaufenden Entzündungen im Körper, die Innenwände der Blutgefäße schädigen. Im Vergleich mit Patienten mit Gicht  ein um zwischen 30 und 50% erhöhtes Risiko haben, an Herz- und Gefäßerkrankungen zu sterben.

Berliner Ärzteblatt 02.04.2013/ Quelle: Bundesverband Deutscher Rheumatologen, Uniklinik Köln, obx,
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