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Menschen mit Osteoporose werden mangelhaft behandelt

Osteoporose ist eine Erkrankung der Knochen. Dabei verliert dieser an Masse und seine Struktur wird geschädigt. Die Folge sind Knochen mit einer hohen Brüchigkeit. Trotz der hohen Gefahren leiden Osteoporose-Kranke offensichtlich unter Mängeln in der medizinischen Versorgung. Eine Analyse der Daten von Versicherten der TK hat ergeben, dass viele der Betroffenen ohne die notwendigen Medikamente bleiben.

Insgesamt wurden die Daten von 1,7 Mio. Krankenversicherten ausgewertet. Dabei wurden 331.468 Personen mit einem Durchschnittsalter von 66,6 Jahren ermittelt, bei denen eine Osteoporose festgestellt worden war. Bei 52% waren Frakturen aufgrund von Knochenbrüchigkeit dokumentiert. Bei Männern lag die Frakturrate höher (67%), bei Frauen deutlich niedriger (45%). Mit zunehmendem Alter stieg die Wahrscheinlichkeit für einen Knochenbruch an.

Eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG) und des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) hat nun die  gravierenden Mängel bei der medizinischen Versorgung von Osteoporose-Kranken aufgedeckt. Denn diese zeigt, dass 60% der an Knochenschwund Erkrankten trotz eines Bruchs nicht die dringend benötigten Medikamente zum Knochenaufbau verschrieben bekommen. Selbst bei schweren Osteoporose-Fällen mit sieben und mehr Knochenbrüchen bleiben noch 42% der Versicherten ohne die wichtigen Medikamente.
 
Die Studie hat auch ermittelt, dass mehr Frauen (24%) als Männer (6%) ab 50 Jahren unter Osteoporose leiden. Insgesamt wird die Zahl der Neuerkrankungen auf 885.000 pro Jahr geschätzt. Jeder zweite Betroffene erlitt innerhalb des Untersuchungszeitraums von vier Jahren mindestens einen Knochenbruch.

Berliner Ärzteblatt 12.07.2013/ Quelle: Dtsch Arztebl Int 2013

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