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Starkes Übergewicht macht Knochen schwach

Menschen, die unter Fettsucht leiden, scheinen anfälliger für Knochenbrüche zu sein. Bei Übergewichtigen werden die Knochen oft porös, weil sich offenbar Fett im Inneren der Knochen ansammelt. Osteoporose ist eigentlich eine Krankheit, von der man bisher annahm, dass sie eher bei älteren und dünneren Menschen auftritt.

In der Studie des General Hospital von Massachusetts wurden 106 ansonsten gesunde Männer und Frauen im Alter von durchschnittlich 33,7 Jahren untersucht. Diese Personen litten alle unter starkem Übergewicht. Ermittelt wurden bei jedem die Lipid-, Cholesterin- Triglycerid- und Insulinresistenzwerte. Außerdem wurde per Magnet-Resonanz-Aufnahme der gesamte Körper gescannt.

Die Ärzte stellten fest, dass sich bei hohen Lipid- und Triglyderidwerten Fettablagerungen am Bauch, an Hüften und an den Oberschenkeln bildete. Beim HDL-Cholesterin verhielt sich der Zusammenhang im übrigen umgekehrt. Da zogen niedrige Cholesterinwerte vermehrte Fettablagerungen nach sich. Diese waren gut sichtbar. Gar nicht sichtbar waren die Fettablagerungen, die aber der Gesundheit wohlmöglich viel stärker schaden: nämlich in der Leber, an den Muskeln und im Knochenmark.

Insbesondere die Fettablagerungen im Knochenmark sind schlecht für die Stabilität der Knochenstruktur. Denn das Fett beeinträchtigt die Bildung von Zellen, die beim Aufbau des Knochengerüstes behilflich und für die Festigkeit der Knochen verantwortlich sind. Die Folge davon ist Osteoporose, bei der die Knochen so schwach und anfällig werden, dass es schon bei geringen Anlässen zu Brüchen kommen kann.

Diese Erkenntnisse widerlegen bisherige Annahmen. Denn Osteoporose wurde vor allem bei eher älteren Menschen und Personen mit einem leichten Körperbau vermutet. Ein höheres Gewicht galt stattdessen als Schutz vor dem Schwinden der Knochenmasse. Doch nun zeigt sich, dass Osteoporose nicht unbedingt etwas mit dem Alter zu tun hat. Und erhöhte Fettwerte sind wohl ebenfalls ein das Erkrankungsrisiko erhöhender Faktor.

Berliner Ärzteblatt 21.08.2013/ Quelle: RSNA, 2013, pte
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