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Sportarten mit langsamen Bewegungsabläufen - wie Nordic Walking - sind bei Rheuma gut geeignet (Foto: DAK/Egel)
Sportarten mit langsamen Bewegungsabläufen - wie Nordic Walking - sind bei Rheuma gut geeignet (Foto: DAK/Egel)
Rheuma: In Bewegung bleiben

Alle rheumatischen Erkrankungen sind mit starken Schmerzen der Gelenke und auf Dauer mit einer Einschränkung der Beweglichkeit verbunden. Rheumatologen betonen nun, dass Patienten in Bewegung bleiben sollen. Funktionstraining, Rehabilitationssport, Physiotherapie und vor allem langsame Sportarten mindern bei Menschen mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen die Schmerzen und verbessern ihre Beweglichkeit.

Starke Schmerzen der Gelenke schränken viele Menschen mit rheumatoider Arthritis (RA) bei alltäglichen Bewegungen ein. „Trotzdem erhält etwa ein Drittel dieser RA-Patienten nie eine Rehabilitation und ein Fünftel nie ambulante Bewegungstherapien“, kritisiert Professor Dr. med. Wilfried Mau von der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Dabei würde Funktionstraining und Rehabilitationssport ihre Beweglichkeit verbessern und dauerhafte Fehlstellungen von Gelenken verhindern. Mau: „Sportlich aktive Rheuma-Patienten berichten häufiger über eine bessere Lebensqualität und ein gutes psychisches Wohlbefinden.“ Außerdem werden Arbeitsausfälle, Frühberentungen sowie Folgekosten verhindert.

Doch angekommen sind diese Erkenntnisse noch längst nicht bei allen Rheuma-Patienten. Etwa 40 Prozent der RA-Patienten treiben gar keinen Sport. Und das nicht nur, weil Krankenkassen anscheinend immer seltener die Kosten einer Bewegungstherapie ersetzen, wie Mau weiß:  „Rheuma-Patienten mit Gelenkschmerzen sind zudem oft verunsichert, wie viel und vor allem welcher Sport geeignet ist.“ Er empfiehlt spezialisierte Rehabilitationszentren, die über Erfahrungen mit einer großen Zahl von Rheuma-Patienten verfügen, als besonders geeignet, derartige Therapien durchzuführen.

Die DGRh fordert, das Sportprogramm an die jeweilige Krankheitssituation anzupassen. Wenn beispielsweise viele Gelenke entzündet seien, biete sich eine Bewegungstherapie in warmem Wasser an. Ansonsten sind nach Rat der Rheumatologen Sportarten mit langsamen Bewegungsabläufen – wie etwa Nordic Walking – geeigneter. Die Trainingseinheiten sollten häufiger aber dafür kurz stattfinden.

Berliner Ärzteblatt 17.09.2012/ Quelle: Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)

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