Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Sonne lässt die Haut Vitamin D produzieren, was das Risiko für rheumatoide Arthritis senkt. Das Hautkrebsrisiko steigt dadurch aber möglicherweise. (Foto: Sarah Blatt / pixelio.de)
Sonne lässt die Haut Vitamin D produzieren, was das Risiko für rheumatoide Arthritis senkt. Das Hautkrebsrisiko steigt dadurch aber möglicherweise. (Foto: Sarah Blatt / pixelio.de)
Sonnenlicht reduziert Risiko für Arthritis

Sonne soll das Risiko der Erkrankung mit rheumatoider Arthritis verringern können. Was diesen Schutz ausmacht, können Wissenschaftler noch nicht genau sagen. Sie gehen aber davon aus, dass das vom Sonnenlicht produzierte Vitamin D dafür verantwortlich ist.

Bei der rheumatoiden Arthritis werden Gelenke und der Knorpel langsam aber sicher zerstört. Ob diese Prozesse von Entzündungen, die durch Angriffe des  körpereigenen Immunsystems entstehen, oder von zellulären Abläufen, die denen der Tumorbildung ähneln, ausgehen, ist bisher nicht geklärt. In einer Studie haben  Wissenschaftler der Harvard Medical School untersucht, ob das Klima Einfluss auf das Krankengeschehen hat.

Dazu wurden die Daten von etwa zwei gleich großen Gruppen mit insgesamt 221929 Frauen ausgewertet. Die erste Gruppe wohnte in sehr sonnigen Gebieten der USA. Bei Frauen aus dieser Gruppe sank das Erkrankungsrisiko für eine rheumatoide Arthritis mit der Dauer der Sonnenbestrahlung. Frauen, die am meisten UV-B-Strahlung einfingen, hatten ein um 21% geringeres Risiko für die Erkrankung im Vergleich mit Frauen, die am wenigsten Sonne bekamen. In der zweiten Gruppe wirkten sich die Sonnenstrahlen nicht auf das Risiko für eine rheumatoide Arthritis aus.

Den Unterschied erklären Wissenschaftler damit, dass die Frauen in den sonnenärmeren Gebieten bei Sonne eher und häufiger Sonnenschutzmittel verwenden. Und diese verhindern, dass sich bei Sonne über die Haut im Körper Vitamin D bilden kann. Aber gerade Vitamin D wird von manchen Ärzten als möglicher Verhinderer für rheumatoide Arthritis angesehen. Denn niedrige Vitamin D-Werte sollen Ursache für Erkrankungen sein, die im Zusammenhang mit dem Immunsystem stehen, z.B. Multiple Sklerose aber eben auch rheumatoide Arthritis.

Ob es nun eine gute Idee ist, sich zur Prävention von derartigen Erkrankungen längere Zeit zu sonnen, ist zumindest zweifelhaft. Denn damit erhöht sich die Gefahr eines Hautkrebs und der Alterung der Haut.

Berliner Ärzteblatt 05.02.2013/ Quelle: Ann Rheum Dis, 2013

Weitere Informationen:
Vitamin D: Ist es wirklich "das" Wundervitamin?
Vitamin D soll gegen Rheuma wirken
DGE empfiehlt neuen Referenzwert für Vitamin D
Sonne: "Zu viel ist genauso schädlich wie zu wenig"
Entzündliche Gelenkerkrankungen (Arthritis)
Rheumatoide Arthritis: Frauen erkranken häufiger

Woran erkenne ich, dass ich Rheuma habe?

Woher kommt entzündliches Rheuma?

Ist Wärme oder Kälte besser bei Rheuma?

Muss ich bei entzündlichem Gelenkrheuma Medikamente nehmen?

Hilft eine Rheuma-Diät?

 
Seite versenden  
Seite drucken