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Rauchen erhöht das Risiko für entzündliche Gelenkerkrankungen  (Foto: Benjamin Thorn/pixelio.de)
Rauchen erhöht das Risiko für entzündliche Gelenkerkrankungen (Foto: Benjamin Thorn/pixelio.de)
Lebensgewohnheiten können das Entstehen der Rheumatoiden Arthritis fördern

Bei der Rheumatoiden Arthritis (RA) werden vor allem Gelenke durch Entzündungen zerstört. Die Erkrankung ist äußerst schmerzhaft. Was die Entzündungsprozesse auslöst, ist bisher nicht vollständig geklärt - ein Rolle spielt die genetische Veranlagung. Lange hat man gerätselt, ob auch das Verhalten der Patienten der Krankheit Vorschub leisten kann. Eine neue Studie hat nun durchaus einen Einfluss des Lebensstils darauf gefunden, ob RA entsteht.

Wissenschaftler im englischen Norfolk haben 25.455 Personen im Alter zwischen 40 und 79 Jahren untersucht. Die Beobachtung begann zwischen 1993 und 1997 und dauerte durchschnittlich 14,3 Jahre. Erfragt wurden unter anderem die Lebensgewohnheiten wie Rauchen und Alkoholkonsum, aber auch das Gewicht und bestimmte Krankheiten. In dieser Zeit entwickelten 184 Patienten entzündliche Gelenkerkrankungen, 138 davon wurden positive auf RA getestet. Das Risiko von Frauen, an RA zu erkranken, lag im Durchschnitt fast doppelt so hoch wie bei Männern.

Die Auswertung ergab, dass sich bei bestimmten Verhaltensmustern, das Risiko an RA zu erkranken, teilweise extrem erhöhte. So waren steigerte das Rauchen die Wahrscheinlichkeit für RA um 21 bis 24%. Diabetes mellitus sorgte für eine Erhöhung des Risikos um 154 % und Übergewicht um 175%. Bei Frauen erhöhten mehr als zwei Kinder die Gefahr für RA um bis zu 181%, während Stillen das Risiko verminderte - um bis zu 44% für 52 Wochen Stillen. Risiko senkend wirkten sich auch moderater Alkoholkonsum (-14%) und das angehören einer sozial höheren Schicht (um bis zu -54%) aus.

Berliner Ärzteblatt 19.03.2013/ Quelle: Ann Rheum Di.

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