Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Vieles Rauchen über Jahre hinweg, macht rheumatoide Arthritis wahrscheinlicher ( (Foto: Ich-und-Du / pixelio.de)
Vieles Rauchen über Jahre hinweg, macht rheumatoide Arthritis wahrscheinlicher ( (Foto: Ich-und-Du / pixelio.de)
Zigaretten fördern entzündliches Rheuma

Schon wenige Zigaretten am Tag reichen aus, um das Risiko für eine rheumatoide Arthritis zu erhöhen. Außerdem wird das Risiko von der Anzahl der Jahre beeinflusst, die eine Person geraucht hat.

Dass das Qualmen von Zigaretten die Gefahr erhöht, an einer rheumatoiden Arthritis zu erkranken, haben verschiedene Untersuchungen bereits nachgewiesen. Die neue Studie zeigt nun, dass nicht nur die Intensität des Rauchens sondern auch wie viele Jahre des Lebens geraucht wurde, das Erkrankungsrisiko beeinflusst. In der neuen Studie wurden 34.101 Frauen im Alter zwischen 54 und 89 Jahren von 2003 bis 2010 beobachtet. Davon hatten 54% noch nie geraucht, 23% hatten das Rauchen mittlerweile aufgegeben und 23% waren Raucher. Diese Frauen litten zu Beginn der Studie nicht an rheumatoider Arthritis.

In dieser Zeit traten 219 Fälle des entzündlichen Rheumas auf. 79 (36%) hatten nie geraucht, 60 (27%) waren ehemalige Raucher und 80 (37%) rauchten immer noch.  Die Raucher waren in der Regel jünger und tranken mehr Alkohol als Nichtraucher. Im Vergleich zu den ehemaligen Rauchern lag die Zahl der Zigaretten am Tag bei den Rauchern nicht höher, aber sie hatten fast doppelt so viele Raucherjahre hinter sich gebracht.

Es stellte sich heraus, dass Risiko derjenigen, die 1 bis 7 Zigaretten am Tag rauchten im Vergleich zu denjenigen, die nie geraucht hatten, um das 2,31-fache erhöht war. Allerdings stieg das Risiko an entzündlichem Rheuma zu erkranken mit einer erhöhten Menge an täglichen Zigaretten nicht weiter.

Wo dagegen ein Mehr einen starken Einfluss auf das Risiko hatte, war bei der Dauer des Rauchens. Im Vergleich mit Nierauchern erhöhte sich die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei denjenigen, die bis zu 25 Jahren täglich qualmten um das 1,6-fache. Bei 25 bis 40 Jahren Rauchen stieg es auf das 1,99-fache und über 40 Jahre tägliche Nikotininhalation brachten dann das 2,33-fache Risiko.

Bei ehemaligen Rauchern blieb das Risiko auch 15 Jahre nach dem Ausstieg noch hoch: Es lag um das 1,99-fache über dem von Niemalsrauchern. Die Wissenschaftler sagen aber, das sich das Risiko über die Jahre hinweg langsam abbaut. Das Alter, wann man mit dem Rauchen aufhört, scheint dagegen kaum Einfluss auf das Erkrankungsrisiko zu haben.


Berliner Ärzteblatt 23.04.2013/ Quelle: Arthritis Research & Therapy 2013

Weitere Informationen:
Wer mit dem Rauchen aufhört, beendet viele gesundheitsschädigende Vorgänge im Körper
Rheumatoide Arthritis: Frauen und Raucher besonders betroffen
Rauchen: Mehr Schmerzen bei Arthritis
Woran erkenne ich, dass ich Rheuma habe?

Woher kommt entzündliches Rheuma?

Ist Wärme oder Kälte besser bei Rheuma?

Muss ich bei entzündlichem Gelenkrheuma Medikamente nehmen?

Hilft eine Rheuma-Diät?

 
Seite versenden  
Seite drucken