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Drei Drinks in der Woche sollen vor Rheuma schützen (Foto: Stock photo)
Drei Drinks in der Woche sollen vor Rheuma schützen (Foto: Stock photo)
Wer ein wenig trinkt, bekommt seltener Rheuma

Alkohol kann anscheinend einer Rheumaerkrankung vorbeugen. Allerdings handelt es sich dabei um einen mäßigen Konsum von alkoholischen Getränken. Denn mehr bringt nicht mehr, kann aber andere Schäden bewirken.

Untersucht wurden 34.141 schwedische Frauen, die zwischen 1914 und 1948 geboren worden waren. Ihre Lebensgewohnheiten - z.B. Alkoholkonsum, Rauchen, Ernährung - wurden 1987 und 1997 ermittelt. Zwischen 2003 und 2009 wurden dann alle noch einmal untersucht. Dabei wurden 197 neue Fälle von rheumatoider Arthritis fest gestellt. Es fiel auf, dass überwiegend Frauen erkrankt waren, die kaum oder nur wenig Alkohol getrunken hatten.

Diejenigen Frauen, die mehr als drei Drinks pro Woche konsumiert hatten, hatten dagegen ein um ein Drittel vermindertes Risiko für eine Rheumaerkrankung. Frauen, die angegeben hatten, diese Menge regelmäßig zu trinken, waren sogar um 52% weniger von Rheuma betroffen. Dabei spielte es keine Rolle, welche Art von Alkohol sie getrunken hatten. Ein Getränk waren 500 ml Bier, 150 ml Wein oder 50 ml Hochprozentiges.

Frauen, die mehr als drei Gläser Alkohol pro Woche tranken, bewirkten damit keinen zusätzlichen Schutz, setzten sich eher der gesundheitlichen Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums aus. Eine 2010 durchgeführte Studie zu den Wirkungen von Alkohol auf die Gesundheit, hatte ebenfalls ergeben, dass ein moderater Alkoholgenuss zu weniger Rheumabeschwerden führt. Bei einem stärkeren Alkoholkonsum kehrten sich die positiven Wirkungen allerdings in ihr Gegenteil um.

Warum Alkohol rheumatoider Arthritis vorbeugen kann, hat wahrscheinlich etwas mit dem Immunsystem zu tun. Denn bei dieser Rheumaerkrankung wendet sich die eigene Krankheitsabwehr gegen gesunde Körperteile und Organe, greift sie an und beschädigt sie - deshalb wird die rheumatoide Arthritis auch eine Autoimmunerkrankung genannt. Durch Alkohol wird das Immunsystem aber in seiner Schlagkraft gehemmt, kann in diesem Fall also nicht mehr so viel Schaden anrichten.

wanc 12.07.2012/ Quelle: BMJ 2012; 345 doi: 10.1136/bmj.e4230
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