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Wer das Smartphone ausgiebig bedient, schadet seinen Hand- und Armnerven

Smartphone-Junkies tippen mehr als 5.000mal täglich auf den Touchscreen ihrer Mobiltelefone. Diese filigrane Fingerakrobatik belastet Nerven in Hand und Arm ganz erheblich. Intensive Nutzer laufen Gefahr, ein Karpaltunnel-Syndrom zu entwickeln. 

Rund 2,3 Milliarden Menschen nutzen derzeit ein Smartphone, 2012 waren es weniger als die Hälfte. Marktforscher haben errechnet, dass jeder von uns inzwischen durchschnittlich 145 Minuten pro Tag surft, liked und texted und manchmal einfach auch telefoniert. Für unsere Augen ist das eine Höchstbelastung was die Konzentrationsfähigkeit betrifft und für Arme und Hände bedeutet es Dauerstress in Bezug auf die  Motorik. „Durchschnittliche“ Smartphone-Nutzer berühren ihren Touchscreen 2.617 Mal pro Tag, intensive Nutzer bringen es sogar auf täglich 5.427 – oder auf das Jahr hochgerechnet rund 2 Millionen – Fingerkontakte. 

Auf die Nerven der Hände und Arme kann sich das katastrophal auswirken. Werden die bestimmten Muskelbewegungen bei der Benutzung von Smartphones immer wieder wiederholt, kann das zu einem Karpaltunnel-Syndrom führen. Gezeigt hat sich das bei   insgesamt 62 Studienteilnehmer, davon nutzten 22 ein herkömmliches Mobiltelefon ohne Computerfunktionen, 19 pflegten einen moderaten und 22 weitere einen intensiven Umgang mit einem Smartphone.  

Die betreffenden Personen bewerteten auftretende Schmerzen oder sonstige Probleme auf einer visuellen Skala (VAS) und mit einem speziellen Fragebogen zur Einordnung von Beschwerden der Arme, Schultern und Hände (Quick DASH - Disabilities oft Arm, Shoulder, Hand). Zusätzlich wurde die Leitfähigkeit der Armnerven mit elektrophysiologischen Messungen erhoben. 

Die Nutzung eines klassischen Mobiltelefons wirkte sich nur selten negativen auf die Sensorik des Mediannervs oder die motorische Leitfähigkeit aus. Bei einer intensiven Verwendung des Smartphones stuften die Nutzer ihre Beschwerden auf der Skala auf durchschnittlich 16,63 ein. Moderate Smartphone-Nutzer lagen etwas darunter, Hardcore-Nutzer erreichten einen Wert von 19,80. Zudem lag die motorische Leitfähigkeit bei den Vielsurfern rund 10 Prozent unter dem Wert der moderaten Nutzer.  

Verglichen wurden zusätzlich die Unterschiede zwischen der gerätehaltenden und der anderen Hand. Auch das ergab ein vergleichbares Bild: So lag die Nervenleitfähigkeit der dominanten Hand bei den Heavyusern rund 12 Prozent unter dem Wert der weniger strapazierten Hand. 

cs 29.6.2017/ Quelle: 3rd EAN Congress Amsterdam 2017

 
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