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Rückenschmerz: Nur wenige Patienteninformationen zur Prävention erfüllen die Ansprüche
Informationen zur Vorbeugung von Rückenschmerzen: Wenig hilfreich

Viele Patienteninformationen sind zur Prävention von Rückenschmerzen wenig hilfreich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann Stiftung.

Untersucht wurden 80 Medien, die innerhalb der vergangenen drei Jahre überwiegend kostenfrei von Krankenversicherungen, Universitäten, Verbänden, Medien, Verlagen und Arzneimittelherstellern verbreitet wurden. Darunter waren Bücher, Broschüren, Zeitschriftenartikel, Fernseh- und Hörfunkbeiträge. Nur ein Fünftel der analysierten Informationen enthalten ausreichende Hinweise, die helfen, Rückenleiden vorzubeugen.

"Patienteninformationen sollten den Betroffenen die Angst vor Bewegung nehmen", sagt Dr. Martin Butzlaff von der Universität Witten-Herdecke, der die Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erstellt hat: "Patienten sollten zu Aktivität und rückenfreundlichem Verhalten ermuntert werden, jedoch nicht zu absoluter Schonung oder längerer Bettruhe." Die Betroffenen sollten erkennen, dass Bewegung in vielen Fällen nicht schädlich sondern hilfreich sei. Weiterhin seien Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und seelischer Belastung, beispielsweise Stress, Trauer und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, wünschenswert.

Nur wenige der untersuchten Beiträge erfüllen diese Ansprüche: Mehr als zwei Drittel machen nicht darauf aufmerksam, dass einfache Rückenschmerzen meist ungefährlich sind; sie informieren nicht darüber, dass Bettruhe im Krankheitsfall oft ungünstig ist und viele Röntgenaufnahmen nicht notwendig sind. Knapp die Hälfte der Materialien weisen nur unzureichend auf die Bedeutung der aktiven Mitarbeit der Patienten hin, nur ein Drittel der Informationen motivieren zur Anwendung der Ratschläge.

Von den untersuchten Medien schnitten die Bücher am besten ab: Alle erreichten in der Studie mehr als 20 von maximal 42 Punkten. Diesen Wert übertrafen auch 65 Prozent der Informationen von Krankenversicherungen, 58 Prozent der Broschüren von Fachgesellschaften und 17 Prozent der Zeitschriftenartikel. Keine der Informationen aus Radio und Fernsehen und nur eines von neun getesteten Internetportalen erreichte eine Gesamtpunktzahl von über 20 Punkten. "Dies ist besonders bedenklich, da diese Beiträge häufig viel mehr Menschen erreichen als andere", sagt Butzlaff.

WANC 10.01.05

Abschlussbericht (PDF)

Zu viel Schonung verlängert das Leiden (PDF)

Viele Vermutungen wissenschaftlich nicht belegbar (PDF)

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