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Schmerzuhr: Tage, an denen Schmerzpatienten unter Schmerzen leiden (obs/Initiative Schmerz messen)
15 Millionen leben täglich mit Schmerzen

15 Millionen Menschen leiden täglich unter Schmerzen. Doch nur 20 Prozent von ihnen werden auch richtig behandelt. Ein großes Problem sehen Fachleute darin, dass die Therapie der Schmerzen häufig nicht auf die Stärke abgestimmt ist.

Auf dem Deutschen Schmerztag startet Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS), die Schmerzuhr. Bereits nach einer Stunde sind über 664.000 Schmerztage erreicht. Dem stehen nur 134.000 behandelte Schmerztage gegenüber.

Müller-Schwefe weist auf die dramatische Unterversorgung von Schmerzpatienten hin: "Für 15 Millionen Menschen in Deutschland ist jeder Tag ein Tag voller Schmerzen. Nur 20 Prozent von ihnen werden adäquat behandelt". Dieses Defizit will die Initiative Schmerz messen mit der Schmerzuhr verdeutlichen. Die Uhr zählt alle Tage, an denen Schmerzpatienten unter Schmerzen leiden. Pro Tag sind das 15 Millionen. Zugleich zählt sie die ausreichend behandelten Schmerztage, das sind pro Tag drei Millionen.

Einen Grund für die ineffektive Schmerztherapie sieht der Schmerztherapeut darin, dass die Schmerzmedikation häufig nicht auf die Schmerzintensität abgestimmt ist. Obwohl Schmerzexperten schon lange darauf hinweisen, dass starke Schmerzen einer Opioidtherapie bedürfen, ist Deutschland unter den Industriestaaten beim Opioidverbrauch immer noch Schlusslicht. Neben Vorbehalten bei Apothekern und Patienten sei hierfür insbesondere die mangelnde Ausbildung der Ärzte auf dem Gebiet der Schmerztherapie verantwortlich. Auch für die Zukunft zeichnet der Präsident der DGS ein düsteres Bild. Aufgrund der Sparpolitik im Gesundheitswesen würden derzeit schmerztherapeutische Errungenschaften der letzten Jahre leichtfertig wieder aufgegeben. "Der mit 20 Prozent ohnehin geringe Versorgungsgrad wird damit weiter sinken".

Die Initiative Schmerz will
die Schmerzmessung mit der Schmerzskala in Praxen, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen etablieren. Nach wie vor messen viele Ärzte nicht die Schmerzen ihrer Patienten. Für Müller-Schwefe, ist dies nicht nachvollziehbar: "Schmerzen zu messen und zu dokumentieren gehören zum Behandlungsmanagement chronischer Schmerzen wie das Blutdruckmessen zur Therapie des Bluthochdrucks oder bei der Zuckerkrankheit die Bestimmung des Blutzuckerspiegels."

WANC 10.03.05
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