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Höllenschmerzen: Stromimpulse beeinflussen Schmerempfinden (Foto: DAK/Wigger)
Mikrostromtherapie: Hilfe bei Schmerzen

Patienten mit chronischen, aber auch mit akuten Schmerzen können nun auch auf die Mikrostromtherapie hoffen. Über zwei Elektroden werden schwache Stromimpulse durch die schmerzende Region geleitet. Diese Impulse beeinflussen den Energiestoffwechsel und können die Schmerz auslösenden Mechanismen sehr schnell beseitigen sowie die Schmerzempfindung im Gehirn beeinflussen.

"Die Mikrostromtherapie wurde aus der Überlegung heraus entwickelt, dass der menschliche Organismus am ehesten mit den Stromstärken beeinflusst werden kann, die er selbst generiert", erklärt Dr. Rüdiger Schellenberg vom Institut für Ganzheitliche Medizin in Hüttenberg. Deshalb kämen - anders als bei der transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS) - nur Ströme von 100 bis 600 Mikroampere zur Anwendung.

Die Methode wurde in den 70er-Jahren zur Behandlung von Angstzuständen, Depressionen und Schlafstörungen entwickelt. Mitte der 90er-Jahre wurde die Wirksamkeit der kraniellen elektrotherapeutischen Stimulation (CES), so der Fachbegriff für die Mikrostromtherapie mittels Ohrelektroden, auch zur Behandlung chronischer Schmerzen belegt.

"Mit der Mikrostromtherapie haben wir erstaunliche Erfolge bei der Behandlung von Gelenk- und Gewebeschmerzen, aber auch bei Migräne", berichtet Schellenberg. Die Stromimpulse würden von den Patienten meist gar nicht wahrgenommen, so der Experte. Die Methode ist nebenwirkungsfrei und sehr effektiv. Viele Patienten seien nach kurzer Zeit schmerzfrei oder könnten den Schmerzmittelverbrauch reduzieren, bestätigt Schellenberg.

Weit mehr als 100 Studien wurden bereits zur Wirksamkeit der Mikrostromtherapie bei verschiedenen Erkrankungen veröffentlicht. Langzeitstudien fehlen aber noch, so die deutschen Fachgesellschaften. Eines zeichnet sich laut Schellenberg, der auch Präsident der Internationalen Gesellschaft für Medizinische Mikrostromtherapie ist, aber jetzt schon ab: "Die Mikrostromtherapie ist für chronische Schmerzpatienten eine Bereicherung des Therapieangebots."

WANC 03.03.04/dgk

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