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Koch: Patienten und Ärzte brauchen in komplizierten Fällen besondere Unterstützung
Gemeinsam gegen den Schmerz: Initiative für fachübergreifende Schmerzkonferenzen

Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Bei diesen Patienten hat der Schmerz seine Warn- und Schutzfunktion verloren und ist selbst zur Krankheit geworden. Doch nicht immer führt die Routinetherapie der Schmerzkrankheit zum Erfolg.

Um diesen schwerstkranken Menschen besser helfen zu können, haben mehrere Krankenkassen mit der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie vereinbart, so genannte Schmerzkonferenzen als Instrument der Patientenversorgung zu etablieren und zu erproben. In diesen Konferenzen arbeiten verschiedene ärztliche und nicht-ärztliche Disziplinen zusammen, um gemeinsam individuelle Behandlungsempfehlungen für einzelne Patienten zu entwickeln.

Dr. Marianne Koch, Internistin und Präsidentin der Deutschen Schmerzliga, begrüßt die Initiative: "Aufgrund der erheblichen Ausbildungsdefizite der Ärzte auf dem Gebiet der Schmerzmedizin sind bei Schmerzpatienten lange Leidenswege von acht bis zehn Jahren keine Seltenheit. Die Menschen laufen von Arzt zu Arzt, ohne dass ihnen geholfen wird, und es vergeht wertvolle Zeit. Werden Schmerzen nicht ausreichend gelindert, brennen sie sich ins Nervensystem ein. Darum brauchen Patienten und Ärzte in komplizierten Fällen besondere Unterstützung. Die fachübergreifenden Konferenzen sind dazu der richtige Weg."

Geleitet werden die Konferenzen von speziell qualifizierten Moderatoren. Neben dem Patienten und seinem behandelnden Arzt sind mindestens drei verschiedene medizinische Fachgebiete anwesend; das können auch Zahnärzte oder Psychotherapeuten sein. Die genaue Zusammensetzung richtet sich immer nach den medizinischen Erfordernissen des jeweiligen Patienten. Nach der Untersuchung und der Fallbesprechung wird eine gemeinsame Empfehlung für die weitere Therapie erarbeitet und allen Teilnehmern zur Verfügung gestellt. Auch die aktive Mitarbeit des Patienten ist gefragt: Er muss in einem Schmerztagebuch seine Beschwerden dokumentieren, denn nur so kann die Schmerzkonferenz einen optimalen Therapieplan erstellen und auch den weiteren Behandlungserfolg beobachten."

WANC 13.07.04

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