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Fibromyalgie: Schmerzen entstehen von innen (Foto: DAK/Wigger)
Fibromyalgie: Überall Schmerzen und keine genaue Ursache

Kennen Sie die Symptome: Überall Schmerzen, eine Überempfindlichkeit der Sinnesorgane und eine massive Abgeschlagenheit, ohne eine genaue Ursache dafür zu finden? Das ist Fibromyalgie.

In Deutschland sind laut Auskunft der Deutschen Fibromyalgie-Vereinigung e. V. (DFV) mindestens 1,6 Millionen Menschen davon betroffen. Vor allem Frauen ab dem 35. Lebensjahr. "Lange wurde unter Medizinern diskutiert, ob es sich bei Fibromyalgie um eine rein körperliche Erkrankung handelt oder um eine Befindlichkeitsstörung mit psychosomatischen Symptomen", erklärt Privatdozentin Dr. Ingrid Gralow vom Universitätsklinikum Münster. "Jetzt begreift man die Fibromyalgie mehr als zentrale Stress- und Schmerzverarbeitungsstörung. Das bedeutet, die körperlich empfundenen Schmerzen entstehen nicht aufgrund eines äußeren Reizes, sondern von innen." Welche Faktoren die Erkrankung auslösen, wird allerdings immer noch intensiv untersucht.

Ein spezielles Fibromyalgie-Medikament gebe es noch nicht, sagt Dr. Jan-Peter Jansen, Schmerztherapeut aus Berlin. "Wegen der vielen unterschiedlichen Beschwerden erfordert die Behandlung ein umfassendes Therapiekonzept", rät Jansen. Studien hätten gezeigt, dass Aerobic, Schwimmen und Spaziergänge die Fitness verbessern und dadurch Muskelschmerz und Steifigkeit lindern. Leichte Massagen haben nur einen Kurzzeiteffekt. Statt "normalen" Massagen sollte eher Lymphdrainage verordnet werden.

Die medikamentöse Therapie beschränkt sich laut Jansen weitgehend auf die Gabe von einem Antidepressivum. Es wirkt stimmungsaufhellend, schlafverbessernd, muskel-entspannend und letztlich auch schmerzlindernd. "Es hilft aber nur etwa einem Drittel der Betroffenen", so der Schmerzexperte. Hinsichtlich der Schmerzbehandlung müssen deshalb alle Möglichkeiten in Betracht kommen. Auch der Einsatz starker Opioide sollte nicht ausgeschlossen werden. "Bei einer Reihe von Schmerzen, unter anderem Nerven- und Muskelschmerzen, haben sich Opioide bewährt."

WANC 14.11.03/dgk

Ausführliche Informationen zur Schmerzbehandlung enthält die kostenlose Broschüre "Nervenschmerzen", die gegen einen mit 1,44 Euro frankierten DIN A5-Rückumschlag angefordert werden kann beim Forum Schmerz, Postfach 1207, 35003 Marburg oder im Internet unter www.forum-schmerz.de als Download erhältlich ist.

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