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Volkskrankheit Kopfschmerzen: Auslöser können unter anderem Muskelverspannungen, Stress, schlechte Luft oder das Wetter sein
Kopfschmerzen: Zehn Regeln für die Behhandlung

Kopfschmerzen können jeden treffen. Bei der Behandlung, vor allem wenn man leichte Schmerzen selbst behandelt, sollte man zehn Regeln beachten.

Mehr als die Hälfte aller Deutschen leidet zumindest gelegentlich unter Kopfschmerzen. Eine echte Volkskrankheit also, die Frauen und Männer gleichermaßen angeht. Die dumpfen, drückenden Schmerzen können in jedem Lebensalter auftreten. Auch viele Kinder haben damit zu tun. Auslöser sind häufig Muskelverspannungen aufgrund falscher Körperhaltung. Aber auch Stress, schlecht belüftete Räume und das Wetter spielen eine Rolle.

Bei gelegentlichen, leichten bis mittelstarken Beschwerden behandeln sich die meisten Patienten selbst. „Es spricht nichts dagegen. Allerdings müssen einige Regeln beachtet werden“, meint dazu Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz, Marburg.

Regel 1: „Die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) empfiehlt als ein Mittel der ersten Wahl Kombinationspräparate mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein“, weiß Krause. Durch die Kombination dieser Wirkstoffe kommt es zu einer gegenseitigen Verstärkung der vorteilhaften Effekte, erläutert der Schmerzexperte die Empfehlung der DMKG. „Kombinationspräparate verfügen daher über ein breiteres Wirkprofil und einen schnelleren Wirkungseintritt als Monopräparate mit nur einem Wirkstoff wie Ibuprofen oder nur ASS“, stellt Krause fest.

Regel 2: Wichtig ist auch, die Tabletten immer mit reichlich Wasser einzunehmen. Dadurch wird das Medikament zügig durch die Speiseröhre gespült und gelangt schnell in den Magen-Darm-Trakt.

Regel 3: Die Dosierung ist entscheidend: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“, rät Dr. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin. Meist sind ein bis zwei Tabletten am Tag ausreichend, um den Schmerz zu beseitigen.

Regel 4: „Nehmen Sie aber höchstens an zehn Tagen im Monat und maximal drei Tage hintereinander freiverkäufliche Schmerztabletten ein“, warnt Jansen. Sind die Schmerzen dann nicht verschwunden, empfiehlt der Experte einen Arztbesuch.

Regel 5: Medizinischer Rat ist auch dann notwendig, wenn die Beschwerden häufig auftreten, nicht eingeordnet werden können oder wenn plötzlich bisher unbekannte, schwere Schmerzen auftreten.

Regel 6: Schließlich kann es zwischen rezeptfreien Kopfschmerzmitteln und anderen Medikamenten zu Wechselwirkungen kommen. Patienten, die dauerhaft Arzneimittel einnehmen müssen, sollten daher unbedingt ihren Arzt oder einen Apotheker befragen, bevor sie Schmerzmittel anwenden.

Regel 7: Die siebte Regel besagt: „Nehmen Sie nie mehrere Schmerzmittel gleichzeitig“. Auch dies kann zu unberechenbaren Wechselwirkungen führen, rät Jansen.

Regel 8: „Greifen Sie nicht gleich zur Tablette.“ Es gibt zahlreiche nichtmedikamentöse Verfahren, mit denen Kopfschmerzen gelindert werden, empfiehlt das Forum Schmerz. Entspannungsmethoden, wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist bei Kopfschmerzen sehr erfolgreich. Aber auch Akupunktur, Akupressur und bewährte Hausmittel, wie Wasseranwendungen, heiße Rolle oder Kaffee mit Zitrone machen Sinn, so die Experten.

Regel 9: „Beugen Sie vor.“ Spaziergänge an der frischen Luft und Ausdauersportarten können hier genauso erfolgreich eingesetzt werden wie Entspannungsübungen. Auch an Verhaltensänderungen ist zu denken. Wer den Auslöser seiner Beschwerden kennt, sollte ihn meiden.

Regel 10
: Wann immer Betroffene Zweifel haben, z.B. ob sie ein bestimmtes Arzneimittel einnehmen dürfen oder nicht, gilt Regel zehn: „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“.

WANC 21.03.05
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