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Hals
Unerträgliche Schmerzen im Genick: Mit Wärme und Bewegung die Pein vertreiben (Foto: PhotoAlto)
Nackenschmerzen: Da hilft nur Wärme

Den Kopf drehen ist unmöglich, der Schmerz zieht aus dem Nacken auf die Schulter und in den Rücken... Hinter dem „steifen Hals“ oder „akutem Schiefhals“ stecken meist Muskelverspannungen und Verkrampfungen, die durch falsches Sitzen oder Liegen entstehen. Wenn noch Kälte oder Zugluft einwirken, kommt es zu den unangenehmen Schmerzen, oft auch zusätzlich zu Kopfschmerzen.

Das ist schnell passiert: bei der Fahrt im offenen Auto mit einem verschwitzten Hemd, beim Bügeln, im Büro oder nachts im Bett bei offenem Fenster. Wenn die Schmerzen in den Arm ausstrahlen oder Sensibilitätsstörungen hinzukommen, sind bestimmte Nerven gereizt oder geschädigt.

Was die genaue Ursache ist, ist bis heute noch nicht definitiv geklärt. So wird zum Beispiel darüber spekuliert, dass der Muskel verkrampft oder darin mikroskopisch kleine Blutungen oder Risse entstehen. Dies kann geschehen, wenn der Muskel kalt ist und sich plötzlich bewegen muss.

Die erste Reaktion der Betroffenen ist meist „Bloß nicht bewegen!“. Leider ist dies grundverkehrt, denn Bewegung und Wärme sind das Beste gegen Verspannungen. Selbst bei stärkeren Schmerzen sollte man nicht längere Zeit im Bett verbringen. Im Gegenteil: Regelmäßiges körperliches Training kann die Schmerzen reduzieren oder im Idealfall ganz verschwinden lassen.

Im akuten Fall helfen Wärme – mit einem Schal, Rotlicht, einem aufgewärmten Kirschkernkissen oder einer heißen Rolle – und eine sanfte Massage. Die Wärme bewirkt eine stärkere Durchblutung des Muskels. So werden die Schmerzen gelindert, und kleine Verletzungen können schneller wieder abheilen.

Wichtig ist es außerdem, sich vorsichtig und nicht ruckartig zu bewegen. Durchblutungsfördernde und schmerzstillende Rheumasalben, Rheumabäder oder Einreibungen (z. B. mit Cayennepfeffer, Benzylnikotinat, Salicylat) bessern die Beschwerden.

Die beste Vorbeugung gegen den steifen Hals sind eine aufrechte Haltung, das Vermeiden von Zugluft und vor allem Bewegung. Bei vornehmlich sitzender Tätigkeit sollte man daher für optimale Sitzverhältnisse und regelmäßige Entspannungspausen sorgen und öfter mal aufstehen. Denn wer sich bewegt, erhöht die Stabilität seiner Knochen und kräftigt die Muskulatur. Nachts kann ein Nackenstützkopfkissen hilfreich sein.

Untrainierte Menschen sollten täglich fünf bis zehn Minuten spazieren gehen, Rad fahren oder schwimmen. Absolute Sportmuffel sollten wenigstens die Treppen statt dem Aufzug nehmen oder öfter mal aufs Auto verzichten und zu Fuß gehen.

WANC 21.09.06/dgk

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