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Schmerzskala: Die Beeinträchtigung verdeutlichen
Schmerz ist meßbar

Chronische Schmerzen müßten nicht sein. Denn gegen Schmerzen gibt es vielfach eine wirksame Therapie. Dennoch leiden viele Schmerzpatienten, weil ihnen die Behandlung versagt bleibt.

Jeder fünfte Deutsche leidet unter chronischen Schmerzen. Vor allem Frauen im gestandenen Alter zwischen 50 und 60 Jahren klagen über ständige Schmerzen, häufig Folge von Rücken- oder Gelenkproblemen. Und etwa 250.000 Krebs-Patienten werden von teils unerträglichen Tumorschmerzen gepeinigt. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes, Prof. Dr. med. Michael Zenz, würdigt zwar das deutsche Engagement in der Schmerzforschung, kritisiert aber zugleich die gegenwärtige Situation in der medizinischen Versorgung von Schmerzkranken: "Obwohl deutsche Schmerzforscher zur Weltelite gehören, sind Schmerzpatienten noch immer die Stiefkinder des Medizinbetriebes".

Dass chronische Schmerzen ein auch international verbreitetes Problem sind, zeigt die umfangreiche Studie "Survey of Pain in Europe". In 16 Ländern wurden über 46.000 Interviews durchgeführt, um die Verbreitung von Schmerzzuständen zu ermitteln. Fast 5.000 chronisch Schmerzkranke berichteten dabei über das Leben mit ihrer Krankheit, an der sie zum Zeitpunkt der Befragung im Durchschnitt bereits sieben Jahre litten, ein Viertel von ihnen sogar seit mehr als 20 Jahren.

"Hinter diesen Zahlen stehen Patienten, die sich aufgrund ihrer Schmerzen immer mehr zurückziehen und in eine schier auswegslose soziale Situation geraten", betont die Präsidentin der Deutschen Schmerzliga e.V., Dr. med. Marianne Koch. Die Umfrage hat deutlich gemacht, dass chronischer Schmerz weitgehende psychosoziale Folgen nach sich zieht und mit gestörten sozialen Aktivitäten und Freundschaftsverhältnissen sowie Beeinträchtigungen der Sexualkontakte zu tiefgreifenden Veränderungen im Umfeld des Patienten führt.

Wiederholt auftretende oder ständige Schmerzreize verändern nachhaltig das Nervensystem. Deshalb müssen länger anhaltende Schmerzzustände frühzeitig mit den richtigen Mitteln behandelt werden, um eine Schmerzchronifizierung zu verhindern. Dabei ist die aktive Mitwirkung der betroffenen Patienten überaus wichtig, z.B. mit so einfachen Maßnahmen wie Schmerzmessung mittels einer visuellen Schmerzskala und Führung eines Schmerztagebuches, in dem der Medikamentenbedarf, die Schmerzstärke und auch verschiedene Aspekte der Befindlichkeit notiert werden. Diese Informationen dienen dem behandelnden Arzt als Grundlage für die Gestaltung des individuell ausgerichteten Behandlungskonzeptes.

WANC 21.11.03/habi

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