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Tag der Rückengesundheit
Rückenschmerzen: Jeder Dritte leidet

Etwa jeder dritte Deutsche leidet laut Gesundheitsstatistik aktuell an Rückenschmerzen. Ein Leben ohne Rückenschmerzen ist Untersuchungen der Universität Lübeck zufolge nur jedem Fünften vergönnt.

Viele Menschen mit akuten Schmerzen haben Angst vor jeder Bewegung und versuchen, durch körperliche Erstarrung Schmerzen zu vermeiden. Mit diesem Verhalten beginnt jedoch ein Teufelskreis: Die Angst vor Bewegung kann zu Fehlstellungen führen. Die Muskulatur wird geschwächt und die Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates nimmt ab. Weitere Schmerzen sind die Folge. Die Belastung für die Betroffenen nimmt zu.

„Wichtig ist es deshalb, durch eine Schmerztherapie die Beschwerden rechtzeitig zu lindern“, sagt Dr. Dietmar Krause vom Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz (DGK), Marburg. „Wer schmerzfrei ist, braucht keine Angst vor Bewegung zu haben“, erläutert der Experte weiter. Mit einem gezielten Bewegungsprogramm kann dann die Rückenmuskulatur gestärkt und die Wirbelsäule stabilisiert werden.

Auch eine angemessene Schmerzbehandlung, besonders bei neu auftretenden, akuten Beschwerden, ist eine wichtige Voraussetzung für die Vermeidung langer Leidenswege. „Die Schmerzmedikamente müssen immer entsprechend der Schmerzstärke eingesetzt werden“, erläutert Dr. Jan-Peter Jansen vom Schmerzzentrum Berlin.

Leichte Schmerzen bedürfen einfacher Mittel, starke Schmerzen erfordern Opioide. Bei Opioiden müsse allerdings eine regelmäßige Einnahme nach einem festen Zeitplan erfolgen, erklärt der Experte. „Der Wirkstoffspiegel im Blut ist bei unregelmäßiger Einnahme nicht gleichmäßig hoch. So kann es immer wieder zu Schmerzphasen kommen, die den Erfolg der Behandlung beeinträchtigen“, so Jansen.


Wichtig ist auch, dass der Wirkstoff langsam und kontrolliert über einen langen Zeitraum abgegeben wird. Die längste Wirkdauer lässt sich nach Ansicht der DGK-Experten mit opioidhaltigen Schmerzpflastern erzielen, nämlich bis zu 72 Stunden. Der Patient kann dadurch seinen Alltag unbehindert von andauernder Medikamenteneinnahme gestalten und wichtige Reha-Maßnahmen wie Krankengymnastik wahrnehmen.

„Um die Nebenwirkungen der Medikamentengabe zu verringern und mögliche Substanzwechsel bei Schmerzzunahme zu vermeiden, ist es oft sinnvoller, geringe Mengen eines hochpotenten Mittels zu geben als große Mengen eines schwachen Mittels“, so der Schmerzexperte. 

Zur Vorbeugung von Rückenschmerzen empfiehlt das Forum Schmerz ein gezieltes Bewegungsprogramm, um die Rückenmuskulatur zu stärken und die Wirbelsäule zu stabilisieren. Auch ein rückenfreundliches Umfeld mit geeigneten Schlaf- und Sitzmöbeln sind vorbeugend wirksam. Durch eine Rückenschule lässt sich das eigene Verhalten positiv beeinflussen.

Tag der Rückengesundheit
Das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz e.V. (DGK) ruft die Bevölkerung am 15. März 2005 unter dem Motto „schmerzfrei – angstfrei – besser leben“ zum vierten Mal auf, sich aktiv für einen gesunden Rücken zu engagieren. Nicht nur die Vorbeugung spielt an diesem Tag eine große Rolle. Auch eine angemessene Schmerzbehandlung, besonders bei neu auftretenden, akuten Beschwerden, ist eine wichtige Voraussetzung für die Vermeidung langer Leidenswege. Ob Schmerzen chronisch werden oder nicht, hängt entscheidend von der Erstbehandlung ab.


Am Tag der Rückengesundheit beteiligen sich deshalb der Fachhandel, aber auch Gesundheitsämter, Apotheken, Krankenkassen, Physiotherapeuten und Arztpraxen im gesamten Bundesgebiet. Sie informieren Betroffene und Interessierte mit Vorträgen, Infoständen und Angeboten zur Rückengymnastik. Die Adressen der Aktionspartner sind im Internet unter www.forum-schmerz.de zu finden oder unter der Rufnummer 0 64 21 / 293 - 125 zu erfragen.

Weitere Informationen zum Thema enthält auch die Broschüre „Aktiv gegen Rückenschmerzen“, die gegen einen frankierten DINA-A5-Rückumschlag (1,44 €) beim Forum Schmerz, Stichwort: Rückenschmerzen, Postfach 1207, 35002 Marburg angefordert werden kann oder im Internet unter www.forum-schmerz.de als Download zur Verfügung steht.

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