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Yoga
Stressabbau zur Prävention gegen Kopfschmerz: Entspannung durch Yoga (Foto: DAK)
Kampf dem Kopfschmerz: Sport, Ernährung und Erholung

Rund 70 Prozent aller Deutschen leiden gelegentlich oder häufig unter Kopfschmerzen. Acht Millionen sogar unter chronischen. Doch das Pochen und Hämmern ist nie gleich: Wissenschaftler unterscheiden mehr als 200 verschiedene Kopfschmerzarten. Am häufigsten sind Migräne und Spannungskopfschmerz – etwa 90 Prozent sind davon betroffen.

„Kopfschmerzen und Migräne sind zwar meist von kurzer Dauer, aber sie sind oft chronisch und treten regelmäßig auf“, weiß DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer. „Sie mindern die Lebensqualität, reduzieren die Leistungsfähigkeit und verursachen durch Arbeitsausfälle auch volkswirtschaftlichen Schaden.“

Viele Betroffene gehen allerdings nicht zum Arzt, sondern behandeln ihre Schmerzen selbst mit freiverkäuflichen Medikamenten. 62 Prozent der Kopfschmerzbetroffenen und gut die Hälfte der Migränepatienten nehmen rezeptfreie Schmerzmittel. Sie nehmen dabei Gefahren in Kauf, die vielen gar nicht bewusst sind. Denn häufig eingenommene Schmerzmittel können selbst zu Kopfschmerz und letztlich sogar zu Dauerkopfschmerz führen. Außerdem besteht die Gefahr, von dem Mitteln abhängig zu werden.

Auch die Anzahl der verschriebenen Rezepte ist hoch: Bei der DAK lagen die Ausgaben für verordnete Schmerzmittel, Migränepräparate, Mittel zur örtlichen Betäubung und Psychopharmaka vergangenes Jahr auf Platz Eins. Sie machten 16 Prozent der Gesamtausgaben für Medikamente aus. Allein für Migränemittel wurden rund 11,9 Millionen Euro ausgegeben.

Interessant: Kopfschmerzen scheinen immer noch überwiegend Frauensache zu sein. 63 Prozent der Frauen bekommen innerhalb eines halben Jahres Kopfschmerzen. Bei den Männern waren es weniger als die Hälfte. Bei der Migräne ist der Unterschied noch deutlicher: Hierunter leiden sechs Prozent der Männer aber 17 Prozent der Frauen. Als mögliche Ursachen für das Phänomen gelten unterschiedliche Hormonhaushalte und geschlechtsspezifische Schmerzempfindlichkeiten.

„Für die Behandlung und zur Vorbeugung ist die richtige Diagnose entscheidend“, rät Pfarrer. „Nur so kann optimal therapiert werden.“ Dennoch kann jeder selbst aktiv werden – mit ausgewogener Ernährung, reichlich Trinken, regelmäßigen Schlaf, Erholungspausen und Alkohol und Nikotin in Maßen. Ebenfalls hilfreich: Ausdauersport. Als Prävention haben sich zwei- bis dreimal die Woche leichtes Gehen, entspanntes Laufen, Rad fahren oder Schwimmen bewährt. Das Training sorgt dafür, dass das Nervensystem besser durchblutet, die Sauerstoffversorgung verstetigt und die körpereigene Schmerzabwehr aktiviert wird. Wer viel Stress hat, sollte nach Feierabend auf Entspannungsmethoden, wie autogenes Training, Yoga oder progressive Muskelentspannung, zurückgreifen.

WANC 26.08.08/ Quelle: DAK

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