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Bakteriengift gegen Rückenschmerzen und Migräne

Geringe Mengen des Bakteriengifts Botulinumtoxin sollen Schmerzen lindern.

Nach Angaben von Prof. Hans Bigalke, Medizinische Hochschule Hannover (MHH), können Migräne und Rückenschmerzen mit großer Wahrscheinlichkeit durch eine gezielte Behandlung mit dem Gift verringert werden. Neu entwickelte Varianten des Giftstoffes haben eine den den Opiaten vergleichbare schmerzstillende Wirkung – ohne aber süchtig zu machen. "Es laufen zahlreiche Studien, konkrete Ergebnisse auf diesem Gebiet erwarten wir allerdings erst in ein bis zwei Jahren", so Bigalke.

Das die Muskeln lähmende Bakteriengift wird bereits seit einiger Zeit erfolgreich in der Medizin eingesetzt, z. B. beim so genannten Schiefhals oder bei Drüsen-Erkrankungen. Es muss allerdings ein Leben lang behandelt werden und die Kosten sind mit 400 Euro pro Injektion sehr hoch.

Die Nebenwirkungen von Botulinumtoxin, das die Weiterleitung von Nervensignalen zu den Muskeln blockiert, sind gering. Nur bei starker Überdosierung kann es zu einer zeitlich begrenzten Muskellähmung kommen. Das starke Bakteriengift wird von dem Bodenbakterium Clostridium botulinum produziert. Die Bakterien vermehren sich unter anderem in falsch konservierten Lebensmitteln und können lebensgefährliche Vergiftungen hervorrufen.

Quelle: WANC 08.02

DDG

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Neurologische Klinik der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef-Hospital

 
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