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Migräne mit Aura hat keinen beudeutenden Einfluß auf das Entstehen eines Hirninfarktes (Foto: TK Pressefoto 8512000174)
Migräne mit Aura hat keinen beudeutenden Einfluß auf das Entstehen eines Hirninfarktes (Foto: TK Pressefoto 8512000174)
Migräne: Keine größere Gefahr für das Gehirn

Die Diskussion findet schon länger statt und wird kontrovers geführt: Schadet Migräne dem Gehirn und stellt Migräne mit Aura möglicherweise eine höhere Gefahr für einen Schlaganfall dar? Einige Untersuchungen haben bisher die Erkenntnis nahe gelegt, dass vor allem eine Migräne mit Aura das Risiko für einen Schlaganfall erhöht. Doch eine neue Studie zeigt nun, dass die höhere Gefahr äußerst minimal ist.

Das Ergebnis der meisten durchgeführten Beobachtungen - von denen es aber so viele auch nicht gibt - war, dass eine Migräne kein großes Risiko für das Gehirn und einen Schlaganfall darstellt. Bei einer Migräne mit Aura konnten Mediziner durchaus eine gesteigerte Gefahr erkennen. Allerdings war dieses Risiko vor allem bei Frauen um fast das Doppelte erhöht, wenn sie rauchten und Verhütungsmittel einnahmen. Und: Die Gefahrenzunahme bewegte sich in einem Bereich, der - wie es in der Expertensprache heißt - als nicht signifikant (als eher unbedeutend) gilt.

Nun haben dänische Neurologen Zwillingsschwestern untersucht. Insgesamt wurden die Daten von 311 Frauen im Alter zwischen 30 - 60 Jahren erfasst, darunter 172 mit einer Migräne mit Aura und 139 ohne Kopfschmerzerkrankung. Bei den Migränepatientinnen wurden in der Beobachtungszeit vier und bei den kopfschmerzfreien Frauen ein Hirninfarkt aufgezeichnet. Das ist, wie die Mediziner betonen, kein wirklich statistisch bedeutsamer Unterschied. 

Die über ein MRT (Magnetresonanztomographie - bildgebendes Verfahren, das Struktur und Funktion von Gewebe und Organen wieder gibt) aufgenommenen Verletzungen der weißen Gehirnmasse waren bei den Migränpatientinnen mit Aura ein klein wenig größer als bei den denen ohne. Aber letztlich konnten die Wissenschaftler keinen markanten Unterschied zwischen Migränikern und Nichtmigränikern erkennen. Deshalb ziehen sie das Fazit: Es gibt keinen Beleg für den Zusammenhang zwichen einer Migräne mit Aura und Schlaganfällen oder Verletzungen in der weißen Gehirnmasse. 

11.05.2016/ Quelle: Brain

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