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Cluster-Kopfschmerz: Häufig zusätzlich auch Depressionen

Kopfschmerz und Depression gehen häufig eine ungute Beziehung ein. Denn Mediziner haben festgestellt, dass Menschen mit Depressionen deutlich häufiger als gesunde auch unter Kopfschmerzen leiden. Allerdings entwickeln Menschen, die unter Kopfschmerzen leiden, auch oft ein Depression.

In einer Studie wurden 673 Patienten mit Cluster-Kopfschmerz, sowie je 2692 Patienten mit Migräne bzw. ohne jede Art von Kopfschmerz untersucht. Alle wurden 2,5 Jahre lang beobachtet. Dabei stellte sich heraus, dass die Patienten mit Cluster-Kopfschmerzen ein durchschnittlich 5,6-fach erhöhtes Risiko trugen, eine Depression zu bekommen, wie Menschen ohne jegliche Art von Kopfschmerz. Dabei stieg das Risiko mit der Zahl der Kopfschmerzanfälle. Die Gefahr für Migränepatienten war im übrigen vergleichbar hoch, wie das derjenigen, die unter Cluster-Kopfschmerz leiden.

Cluster-Kopfschmerzen sind sehr stark, Betroffene beschreiben sie als die Hölle. Vorwiegend leiden darunter Männer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Der Schmerz tobt auf einer Seite des Kopfes, meist hinter dem Auge und strahlt in Zähne, Nacken und Schulter aus. Er tritt fast immer zur gleichen Zeit auf, meist im Frühjahr und Herbst, aber bis zu achtmal täglich. Die Attacken dauern zwischen 15 und 180 Minuten. Normale Schmerzmittel können die Leiden nicht mindern, meist werden den Patienten Migränemittel verschrieben. Es gibt Menschen, die durch eine Umstellung der Ernährung ihre Cluster-Kopfschmerzen in den Griff bekommen konnten.

Berliner Ärzteblatt 15.04.2013/ Quelle: Cephalalgia 2013

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