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Stromimpulse vertreiben Migräne

Wer unter Migräne leidet, weiß, was es heißt, Schmerzen zu ertragen und wenn es einem richtig schlecht geht. Manche müssen mit zehn bis fünfzehn Kopfschmerz-Attacken pro Monat leben, die sie mitunter so intensiv empfinden wie Geburtswehen. Manchmal bringen auch Medikamente keine Hilfe. Jetzt gibt es eine neue Behandlungsmöglichkeit mit Elektroden.

Viele Patienten mit chronischer Migräne nehmen Medikamente – vor allem Triptane oder Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Pregabalin - und werden geholfen. Manchmal spritzen Ärzte auch das Nervengift Botolinumtoxin an 36 Muskelpunkten an Kopf und Nacken. Manche bringt das Linderung. Professor Dr. med. Jan Vesper von der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) warnt, dass bei mehr als sechs Tristanen pro Monat eine Tendenz zum Medikamentenübergebrauch vorliegt. Dann komme eine Elektroden-Behandlung in Betracht – die sogenannte periphere Nervenfeldstimulation.
 
Bei der peripheren Nervenfeldstimulation werden am Übergang von Kopf zum Hals zwei Elektroden unter die Haut gelegt. Diese verbinden die Ärzte mit einer armbanduhrgroßen Batterie, die sie dauerhaft im Gesäß einpflanzen. Die Elektroden geben permanent Stromimpulse ab und stimulieren so den Gesichtsnerven „Nervus trigeminus“, der die Kopfschmerzen weiterleitet. Die elektrischen Reize unterbinden die Übermittlung der Schmerzsignale.
 
Eine Studie mit 21 Migräne-Patienten hat ergeben, dass die Elektroden-Behandlung sowohl die Anzahl der Kopfschmerz-Attacken als auch die Intensität der Schmerzen um 70 Prozent vermindert. „Es kann nach der Implantation der Elektroden aber bis zu sechs Wochen dauern, bis die Wirkung einsetzt“, berichtet Vesper. „Diese Zeit sollte man abwarten.“
 
Berliner Ärzteblatt 06.06.2013/ Quelle: Deutsche Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC)
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