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Viele empfinden sich bei Wetterwechseln als h?chst anf?llig f?r einen Migr?neanfall (Foto: uschi dreiucker / pixelio.de)
Viele empfinden sich bei Wetterwechseln als höchst anfällig für einen Migräneanfall (Foto: uschi dreiucker / pixelio.de)
Was löst meine Migräne aus?

Viele fragen sich, warum gerade sie jetzt einen Migräneanfall bekommen haben? Die meisten Migränepatienten sind auch immer wieder auf der Suche nach den Auslösern, die ihre Pein verursachen. Denn das Erkennen dieser Auslöser kann dabei helfen, sie zu vermeiden, hoffen sie. Und vermeiden bedeutet unter Umständen weniger Qual. Doch eine Studie aus den USA zerstört diese Hoffnungen einer Selbsterkenntnis. 

Ob Migränepatienten ihre Trigger selbst erkennen und die Bedeutung von einzelnen bestimmen können, das fragen sich viele Ärzte und auch Betroffene. Die Ärzte Timothy Houle und Dana Turner haben die Auswirkung von nur drei Auslösern untersucht. Und zwar Wetter, Hormone und Stress. Daneben gibt es ganz viele andere. Die Schmerzklinik Kiel zählt die folgenden als potente Kandidaten auf: plötzlicher Stress, Veränderungen des Tagesrhythmus, ausgeprägte Emotionen, hormonelle Veränderungen, Auslassen von Mahlzeiten, Überanstrengung und Erschöpfung. Daneben werden immer wieder bestimmte Nahrungsmittel wie Schokolade, Käse und Zitrusfrüchte, Alkohol - vor allem Wein und Sekt, Medikamente sowie Rauchen genannt.

Erfasst wurden von den Migränepatienten täglich ihr Befinden im Tagebuch, eine Stressbeurteilung und Daten des Hormonspiegels. Darüber hinaus sammelten die Wissenschaftler die Wetterveränderungen von vier Jahren. Gesucht wurden Übereinstimmungen. Die ernüchternde Wahrheit: Unter Berücksichtigung aller drei Auslöser gibt es innerhalb von zwei Jahren nur zwei Tage, die sich in diesen drei Punkten ähneln.

Allein das Wetter ähnelte sich an durchschnittlich 2,3 Tagen im Jahr mit einer großen Abweichung von 0 bis 27,4 Tagen. Was den Stress betraf waren es 1,5 - zwischen 1,2 und 2,9 - Tage im Monate und bei den Hormonen 2,0 - 1,9 bis 2,2 - Tage im Monat.

Das sind so viele Nicht-Übereinstimmungen und Abweichungen, dass man aufgrund dieser Informationen nicht einschätzen könne, was die Ursache der Migräne sei, sagen die Forscher. Da es aber eine so große Vielfalt unterschiedlicher Triggerfaktoren gebe, sei es fast unmöglich, aus der eigenen Beobachtung heraus, auf mögliche Auslöser zu schließen. Um diese wirklich müssten sich die Patienten schon von Neurologen oder an Krankenhäuser richtig untersuchen lassen.

Berliner Ärzteblatt 30.04.2013/ Quelle: Headache: The Journal of Head and Face Pain
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