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Migräne reduziert nicht die Leistungsfähigkeit des Gehirns und löst keine Demenzen aus (Foto: DAK/Wigger)
Migräne reduziert nicht die Leistungsfähigkeit des Gehirns und löst keine Demenzen aus (Foto: DAK/Wigger)
Migräne verursacht keine Demenzen

Migräne kann das Risiko für stumme Hirninfarkte in einer bestimmten Region des Gehirns erhöhen. Wissenschaftliche Studien besagen auch, das Migräne - vor allem die mit Aura - die Leistungsfähigkeit des Gehirns beeinträchtigen können. Das, so die Schlußfolgerung, könne für das Enstehen von Alzheimer und anderen Demenzen verantwortlich sein. Doch nun stellt eine weitere Studie fest, dass Migräne die Gehirnleistung nicht einschränkt und auch nicht Demenzen auslöst.

In verschiedenen Studien (Stroke. 2006; 37: 1109-1112, Headache DOI: 10.1111/j.1526-4610.2005.00263.x) wurde festgestellt, dass die Rate der Hirninfarkte bei Migränpatienten gegenüber gesunden Menschen leicht erhöht ist: 8,1% gegenüber 5%. Dagegen wurden partielle Gehirnschädigungen bei Migränpatienten in 5,4% gegenüber 0,7% einer Kontrollgruppe ermittelt. Hatten die Patienten eine Migräne mit Aura stieg das Risiko auf 13,7% und fand dieses Ereignis mindestens einmal pro Monat statt sogar auf 15,8%. Außerdem haben Wissenschaftler heraus gefunden, dass bei Migränikern/innen bestimmt Stoffe im Blut (S100 Beta-Proteinspiegel) erhöht sind, die auch bei Patienten mit Alzheimer und dem Down-Syndrom erhöht sind.

Der naheliegende Schluß, dass Migräne das Risiko für Alzheimer und Demenzen erhöht, stimmt aber nicht. Das hat jetzt eine Medizinergruppe an der Havard Medical School entdeckt. Sie analysierten die Untersuchungsdaten fast 40000 Frauen, von denen 6349 unter Migräne litten. Diese Frauen mit Migräne, im Alter von 65 Jahren und darüber, zeigten in Gedächtnistests keine schlechteren Ergebnisse  als Frauen ohne Migräne. Die Ärzte stellten auch fest, dass die altersbedingte Abnahme der Gehirnleistung zwischen den beiden Gruppen kaum voneinander abwich. Es fand sich auch kein Beleg, dass Frauen mit Migräne häufiger an einer Demenz litt als die anderen Frauen.

Berliner Ärzteblatt 13.08.2012, Quelle: BMJ 2012; 345 doi: 10.1136/bmj.e5027
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