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Raucher empfinden Schmerz stärker

Wer raucht, der ist schmerzempfindlicher als jemand, der noch nie Zigaretten konsumiert hat. Außerdem gibt es einen Zusammenhang zwischen Schmerzempfindlichkeit, Rauchen und Depression.

Wenn Raucher/-innen und ehemalige Raucher/-innen unter Schmerzen leiden, dann empfinden sie sie viel stärker und sind viel schmerzempfindlicher als Nichtraucher/-innen. Insgesamt wurden 10.364 Frauen und Männer, die rauchten oder das Rauchen vor kurzem aufgegeben hatten, untersucht. Bei ihnen wurden ermittelt, wie hoch ihre Schmerztoleranz ist - und zwar  durch den sogenannten Kältedrucktest, bei dem die Empfindlichkeit gegenüber kaltem Wasser gemessen wird. Raucher/-innen zeigten bei diesem Test eine sehr geringe Schmerztoleranz auf, ehemalige Raucher/-innen lagen im mittleren Toleranzbereich. Am wenigsten schmerzempfindlich waren die Männer und Frauen, die noch nie geraucht hatten. Die Ärzte schließe daraus, dass Nikotinkonsum langfristig zu Schmerzüberempfindlichkeit führt kann, also chronischer Schmerz entsteht.

Außerdem gibt es anscheinend einen Zusammenhang zwischen Rauchen, chronischen Schmerzen und Depression. Unter chronischen Schmerzpatienten/-innen liegt der Anteil von Rauchern/-innen höher ist als in der Durchschnittsbevölkerung. Raucher/-innen empfinden aber Schmerz nicht nur intensiver, sie werden davon auch viel mehr beeinträchtig und weisen meist einen höheren Behinderungsgrad auf.

Analysiert wurden Daten von 24.042 Teilnehmer/-innen. 36 Prozent von ihnen gaben an, unter irgendeiner Form von chronischen Schmerzen zu leiden. Im Vergleich zu Nichtrauchern/-innen oder ehemaligen Rauchern/-innen wurden bei rauchenden Schmerzpatienten/-innen vergleichsweise höhere durchschnittliche Werte bei der Schmerzstärke und bei schmerzbedingten Behinderungen festgestellt. Warum das so könnte daran liegen, dass Depressionen bei denjenigen ebenfalls vermehrt auftreten, die sowohl rauchen als auch unter chronischen Schmerzen leiden.

Berliner Ärzteblatt 15.10.2013/ Quelle: EFIC

 
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