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Übergewichtige werden häufiger von Schmerzen geplagt

Wer dick ist, scheint nicht nur öfter Schmerzen zu haben, sondern auf diese auch stärke zu reagieren als Menschen mit einem normalen Gewicht. Diese Erkenntnis hat Prof. Charles Emery von der Ohio State University, Columbus, USA, aufgrund seiner Studien bereits 2006 gewonnen. Jetzt hat er einen möglichen Grund dafür gefunden: Die ungesunde Ernährung von adipösen Personen könnte die höhere Schmerzempfindlichkeit erklären. 

Warum gerade ungesunde Ernährung für die erhöhte Schmerzempfindlichkeit bei Übergewichtigen verantwortlich sein könnte, erklärt Emery so: „Body-Mass-Index (BMI), Ernährungsweise und Schmerzempfindlichkeit hängen offenbar zusammen. Insbesondere Menschen mit höherem BMI, die hauptsächlich ballaststoffarme Lebensmittel zu sich nehmen, schienen gefährdet zu sein, öfter unter Schmerzen zu leiden.“

Ermittelt hat er das bei rund 100 erwachsenen Teilnehmern mit einem BMI von über 30, ein Bereich den Ärzte mit adipös bezeichnen. Zusätzlich wurde ihre Ernährung bewertet: Eine höhere Punkteanzahl im „Health Eating Index“ (HEI) erreichte, wer entzündungshemmende und somit gesündere Nahrung zu sich nahm, etwa Lebensmittel, die mehr Antioxidantien und weniger gesättigte Fettsäuren enthielten. Schließlich schätzen die Teilnehmer ihre Schmerzempfindlichkeit mithilfe eines Fragebogens ein. 

Die Auswertung ergab, dass die Schmerzempfindlichkeit mit der Höhe des BMI stieg. Warum das mit der Ernährungsweise zusammenhängen könnte, verrät der Blick auf die Werte des entzündungsauslösenden Proteins Zytokin im Blut. Dieses Protein verändert sich mit der Art der Ernährung. Zu einem Anstieg der Zytokine dürften z.B. fettreiche Ernährung, gesättigte Fettsäuren und Zucker führen. Denn diese Kalorienbomben führen nicht nur zu Übergewicht, sie lagern sich auch gerne im Fettgewebe ab. Doch im Fettgewebe werden Zytokine produziert und ins Blut abgegeben. 

Aus anderen Studien weiß man aber mittlerweile: So wie das Fettgewebe die Produktion von Zytokinen fördert, kann die Ausschüttung durch Bewegung gebremst werden. Leipziger Adipositasforscher Professor Dr. Hubertus Himmerich betont mit Sicht auf seine Untersuchungen, dass bei Menschen, die sich regelmäßig bewegen, deutlich geringere Zytokinspiegel gefunden werden.

10.09.2015/ Quelle: Kongress der Europäischen Schmerzföderation EFIC

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