Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 

Foto: Stock photo
Keine Fettpolster - braunes Körperfett verbrennt die Nahrungsenergie und hält dadurch schlank (Foto: Stock photo)
Für immer schlank: Fett verbrennen statt Fett speichern

Unser Körper kennt gutes und schlechtes Fett. Gutes ist das braune, schlechtes das weiße Fett. Braunes Fett ist gut, weil es Nahrungsenergie  verbrennt. Weißes Fett ist schlecht, weil es sich als Fettpolster ansetzt. Forscher haben nun einen Stoffwechselweg aufgeklärt, der die Bildung von Fettzellen reguliert. Durch Eingriffe in diesen Signalweg könnte die Bildung von weißem Fett unterdrückt werden.

Am Wiener Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der österreichischen Akademie der Wissenschaften suchen Andrew Pospisilik und Daniel Schramek gezielt nach Genen, die am Fettstoffwechsel beteiligt sind. Ein Screen über das komplette Genom - der erste dieser Art - lieferte 500 Kandidatengene, die in Fettgewebe, Gehirn-, Muskel- oder Leberzellen aktiv sind und in den Fettmetabolismus eingreifen.

Als aussichtsreichsten Treffer identifizierten die Forscher ein Gen mit dem Namen „hedgehog“, dessen Aktivität sich nur im Fettgewebe bemerkbar macht. Im übrigen: Das Gen steuert auch wichtige Entwicklungsprozesse im Embryo.

Zum besseren Verständnis: Ein Säugetierkörper weist neben mehr oder weniger reichlich weißem Fett auch eine kleinere Menge an braunem Fett auf, relativ viel davon findet sich beim Neugeborenen. Braune Fettzellen sind durch ihre sehr zahlreichen Mitochondrien imstande, Nahrungsfett zu verbrennen und direkt in Wärme umzuwandeln. Weißes Fettgewebe dient in erster Linie als - oft unerwünschter - Fettspeicher.

Foto: IMBA
Braune Fettzellen in Kultur. In den rosa gefärbten Zellen wurde das Sufu-Gen blockiert. Abbildung: IMBA

Das Gen hedgehog setzt Signale in Gang, die die Bildung von weißen Fettzellen unterdrückt. Die Forscher weisen das nach, in dem sie einen Hemmstoff von hedgehog – das sogenannte Sufu - gezielt auszuschalten. Der Effekt der Manipulation war nicht zu übersehen: die heranwachsenden Mäuse blieben auffällig schlank, waren dabei aber völlig gesund. In einem Magnetresonanztomographen zeigte sich, dass die schlanken Mäuse praktisch kein weißes Fettgewebe besaßen, das braune Fett jedoch normal entwickelt war.

Die Erkenntnis: Der hedgehog-Signalweg hemmt tatsächlich die Bildung weißer Fettzellen, ohne dabei die Bildung brauner Fettzellen zu beeinflussen. Dieses verbleibende Gewebe ist auch imstande, die hormonaktive Rolle des Fettgewebes ausreichend zu erfüllen. Ganz ohne Fett würde die durch Insulin gesteuerte Regulation des Blutzuckers zusammenbrechen.

Andrew Pospisilik feiert die Entdeckung: „Fast alle bisher gefundenen Fett-Regulatoren beeinflussen weißes und braunes Fett gleichermaßen. Mit hedgehog haben wir eines der ersten Moleküle gefunden, das ganz gezielt nur weißes Fett reduziert."

Hinter der Begeisterung lauert die Hoffnung auf einen therapeutischen Nutzen der Entdeckung mit. Denkbar wäre, durch Aktivierung von hedgehog beim Menschen die Fettverteilung in Richtung braunes Fett zu verschieben. Damit könnte die Nahrungsenergie in Körperwärme anstatt in Fettpolster verwandelt werden. 

MA 08.01.10, Quelle: Cell (Pospisilik et al., 8.Januar 2010, DOI 10.1016/j.cell.2009.12.027), IMBA - Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften GmbH

Warum nimmt man in den Wechseljahren so leicht an Gewicht zu?

Worauf sollte man beim Fettgehalt auf Lebensmittelverpackungen achten?

Mit welchen einfachen "Tricks" sorgt man für mehr Bewegung in seinem Alltag?

Wie viel Obst und Gemüse sollte ich pro Tag essen?

In welchen Lebensmitteln sind besonders viele Ballaststoffe enthalten?

 
Seite versenden  
Seite drucken