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Wundheilung: Verzögerung durch Zigarettenqualm

Passivrauchen kann die Heilung von Wunden verzögern. Für Zellen, die Rauch ausgesetzt sind, ist es laut Wissenschaftlern der University of California schwerer, sich in Richtung der verletzten Bereiche zu bewegen.

Diese Fibroblaste, die helfen Zellen zu reparieren, werden klebriger und daher weniger beweglich. Ihr genetischer Aufbau wird durch den Rauch verändert. Die Forscher gehen in dem Fachmagazin BMC Cell Biology davon aus, dass die Auswirkungen beim Passivrauchen jenen bei aktiv Rauchenden gleichen.

Neben einer verzögerten Heilung wird dieses Phänomen auch für eine abnormale Vernarbung von Wunden bei Passivrauchern verantwortlich gemacht. Die Zellen bleiben am Rand der Verletzung konzentriert und verhindern so, dass sich die Wunde richtig schließt. Das Team versetzte Zellkulturen mit Zigarettenrauch und erzeugte so eine Lösung, die die Hauptbestandteile von Passivrauch enthielt. Diese Lösung wurde in der Folge so lange verdünnt, bis sie die im Gewebe von Passivrauchern vorgefundenen Werte erreichte.

Wurde der Lösung Fibroblasten hinzugefügt, verlängerten sie sich und trennten sich voneinander. Zusätzlich erhöhte sich die Anzahl der Punkte, an denen die Zelle an der Petrischale haftete. In einem weiteren Experiment wurde nachgewiesen, dass Fibroblaste, die in einem rauchigen Umfeld kultiviert wurden, weniger beweglich waren als andere Zellen. Derzeit werden Versuche mit Mäusen durchgeführt. Erste Ergebnisse legen nahe, dass die Wunden jener langsamer heilen, die sechs Monate lang Rauch ausgesetzt waren. Den Tieren wurden mittels einer Lochstanze Wunden mit einem Durchmesser von fünf Millimetern zugefügt. Nach sieben Tagen waren die Wunden der Mäuse, die keinem Rauch ausgesetzt waren, zu 95 Prozent geschlossen. Im gleichen Zeitraum schlossen sich die Wunden von Tieren, die Rauch ausgesetzt waren, erst zu 85 Prozent.

WANC 08.04.04/pte

Krebsinformations- dienst

 
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