Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 


Schilddrüse: Hormone für den Stoffwechsel und das Nervensystem
Schilddrüse: Jeder dritte Bundesbürger krank

Jeder dritte erwachsene Bundesbürger muss mit krankhaften Veränderungen der Schilddrüse leben. Das ist das Ergebnis
der weltweit größten Erhebung zum Thema Schilddrüse.

Die jetzt abgeschlossene und ausgewertete Untersuchung bringt es an den Tag: Jeder vierte Bundesbürger hat Knoten in der Schilddrüse, jeder zweite Erwachsene über 45 Jahre ist an der Schilddrüse erkrankt und Männer sowie Frauen sind gleichermaßen betroffen. "Nach dieser Untersuchung sind Veränderungen der Schilddrüse die Volkskrankheit Nummer eins", sagte die Chefin der Medizinischen Klinik III im Krankenhaus München-Bogenhausen, Professorin Petra-Maria Schumm-Draeger, auf der "16. Konferenz über die menschliche Schilddrüse".

Die Schilddrüsen-Initiative Papillon hatte von Mai 2000 bis Anfang 2003 insgesamt mehr als 100.000 Frauen und Männer in insgesamt 213
Unternehmen, Institutionen und Behörden untersucht. Mit dabei waren Unternehmen wie Lufthansa, IBM, Porsche, Siemens und VW, Universitäten in Städten wie Bonn, Düsseldorf, Frankfurt a. M. und Rostock sowie Mitarbeiter und Mitglieder des Deutschen Bundestages. "Schilddrüsenerkrankungen verursachen heute jährlich", so Schumm-Draeger, "einen volkswirtschaftlichen Schaden von mehr als 1,1 Milliarden Euro".

Dazu gehörten die mehr als 1,5 Millionen Fehltage, die Bundesbürger jährlich vom Arbeitsplatz weg bleiben, weil sie an der Schilddrüse erkrankt seien, die jährlich rund 100.000 Schilddrüsen-Operationen sowie die deshalb notwendigen etwa 800.000 Krankenhaustage und die jährlich rund 60.000 Radiojod-Therapien. "Wir fordern Politiker und Kostenträger auf, endlich über Prävention im Gesundheitswesen nachzudenken." Würden die Kassen für alle 15- bis 40 jährigen die Kosten für Ultraschall-Untersuchungen übernehmen, könnten sie jährlich mehr als ein halbe Milliarde Euro sparen. Dadurch würden sich etwa 80.000 Operationen, 640.000 Krankenhaustage und mehr als die Hälfte der Radiojod-Therapien vermeiden lassen.

Hintergrund:
Eine gesunde Schilddrüse ist wichtig. Sie stellt aus Jod und Eiweißbausteinen lebenswichtige Hormone her. Diese sind mitverantwortlich für nahezu alle Stoffwechselvorgänge und sorgen für die reibungslose Funktion von Nervensystem, Herz/Kreislauf und Muskulatur. Einige der zahlreichen Symptome: Herzrasen, Übelkeit, Schlafstörungen, Nervosität, Haarausfall und Ängstlichkeit. "Um ganz sicher zu sein, ob eine Schilddrüsenerkrankung vorliegt, muss die Ultraschall-Untersuchung Pflicht werden, denn nur so können wir eine exakte Diagnose stellen", sagt Schumm-Draeger. Die Erkrankung könne nämlich in einigen Fällen zu Atemnot und im schlimmsten Fall zu Krebs führen.

WANC 09.10.03

Schilddrüse.de

Forum Schilddrüse

 
Seite versenden  
Seite drucken