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Schmerzstillende Medikamente: Wahrscheinlichkeit für Herzprobleme erhöht (Foto: BBC)
Schmerzmittel: Nicht ohne Risiko

Schmerzmittel können das Risiko für einen Herzanfall und Brustkrebs steigern.

Wissenschafter der University of Nottingham analysierten eine britische Datenbank der Patienten praktischer Ärzte. Ermittelt wurde, wer innerhalb eines Zeitraumes von vier Jahren den ersten Herzinfarkt erlitten hatte. In der Folge wurde festgestellt, welche Medikamente diese 9.218 Patienten eingenommen hatten.

Besonderes Augenmerk wurde dabei auf den Einsatz von sogenannten NSAIDs gelegt. Medikamente bzw. Wirkstoffe wie Ibuprofen und Naproxen gehören zu den nicht-steroidalen entzündungshemmenden Medikamenten (NSAIDs). Im Vergleich mit Patienten, die keinen Herzinfarkt erlitten hatten, hatten Patienten, die einen erlitten hatten, eher eine von vier Arten NSAIDs eingenommen. Dazu gehören die beiden COX-2 Inhibitoren Vioxx und Celebrex sowie Diclofenac und Ibuprofen.

Bei Ibuprofen erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit um 24 Prozent, bei Diclofenac um 55 Prozent. Bei Celebrex lag die Erhöhung bei 21 Prozent und bei Vioxx bei 32 Prozent. Das lässt sich anscheinend jedoch nur auf ein geringes konkretes Risiko umlegen. So bestand für einen von 521 Patienten, der Diclofenac einnahm, die Wahrscheinlichkeit eines erstmaligen Herzinfarkts. Bei Vioxx war es im Vergleich dazu einer von 695 Patienten, bei Ibuprofen einer von 1.005 Patienten.

Die Autoren der Studie unter der Leitung von Julia Hippisley-Cox betonen, dass die Einnahme derzeit nicht gestoppt werden solle. Sie forderten jedoch weitere Untersuchungen. Experten der Universität Bern meinen sogar, dass die Ergebnisse nur mit Vorsicht zu genießen seien. 

Dass Schmerzmittel dennoch nicht ohne Risiko sind, zeigt eine andere im "Journal of the National Cancer Institute" veröffentlichte Studie über die Gefahr für die Entstehung von Mammakarzinomen durch den Konsum von Schmerzmitteln. Das Ergebnis der Studie ist, dass die langfristige tägliche Einnahme nichtsteroidaler Entzündungshemmer das Risiko erhöht, an Brustkrebs zu erkranken.

WANC 13.06.05/pte
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