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Hormontherapie bei Schildrüsenknoten: Wird eine Verkleinerung erreicht?
Schilddrüse: Wirkung der Hormontherapie zu wenig untersucht

Zur Behandlung von Schilddrüsenknoten kann eine Hormontherapie dienen. Allerdings scheint gar nicht sicher zu sein, wie wirksam diese Therapie tatsächlich ist, wer überhaupt therapiert werden soll und wie lange welche Dosis verabreicht werden muß.

Die meisten Schilddrüsenknoten sind zwar gutartig und führen auch nicht zu einer Überfunktion der Schilddrüse. In seltenen Fällen kann sich jedoch nach Jahren ein Krebs im Knoten entwickeln. Viele Ärzte raten deshalb zu einer Behandlung mit Schilddrüsenhormonen. Die Hormone hemmen in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) die Freisetzung des Steuerhormons TSH (Thyroidea-stimulierendes Hormon). Theoretisch sollten sich dann die Schilddrüsenknoten langsam zurückbilden. Ob dies tatsächlich gelingt, ist leider durch wissenschaftliche Studien nur ungenügend untersucht. Zu diesem Schluss kommt Prof. Ralf Paschke.

"Bisherige Therapiestudien weisen inhaltliche und methodische Probleme auf", kritisiert Prof. Paschke. Dies betreffe die Fragen, wer behandelt werden sollte, wie hoch die Dosis sein sollte und wie lange die Behandlung durchgeführt werden müsse, um eine Verkleinerung der Knoten zu erreichen. Auch die Frage der Lebensqualität sei vernachlässigt worden. Unter der Behandlung verkleinert sich nicht nur ein Knoten, sondern die gesamte Schilddrüse. Dies könnte bei einigen Patienten zu unschönen Ergebnissen führen.

Prof. Paschke glaubt, dass die Behandlung länger als ein Jahr durchgeführt werden muss. Häufig müssten die Patienten über drei bis fünf Jahre täglich die Medikamente einnehmen, bevor das Therapieziel erreicht sei. Dies besteht seiner Ansicht nach in einer Verkleinerung der Knoten um wenigstens die Hälfte. Der Endokrinologe empfiehlt die Hormone mit Jodtabletten zu kombinieren, um eine Jodverarmung in der Schilddrüse zu vermeiden. Doch gerade diese Kombinationsbehandlung sei am wenigstens durch Studien untersucht.

WANC 20.01.04/DMW

Uni Münster

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