Frauen
Männer
Allergien
Atmungsorgane
Augen, Ohren, Mund, Zähne
Diabetes, Stoffwechselkrankheiten
Haut
Herz-Kreislauf - Herzinfarkt, Schlaganfall
Infektionen, Immunsystem
Migräne, Kopf- und andere Schmerzen
Krebs
Leber, Magen, Darm, Niere, Schilddrüse
Rheuma, Rücken, Gelenke, Knochen
Psyche, Nerven, Gehirn, Suchtkrankheiten
Alternativ
Weitere Krankheiten
 
 


Schilddrüsenliga: Screening- Untersuchungen vor teuren Medikamenten
Schilddrüsen-Liga fordert: TSH-Screenings ab 35 Jahren

Schilddrüsenerkrankungen sind nicht allein Folge von Jodmangel. Sie können auch in der Folge der körpereigenen Immunabwehr auftreten. Ermitteln läßt sich das mit einem einfachen Test.

Die Häufigkeit krankhafter Schilddrüsenbefunde der Struma und/oder des Schilddrüsenknotens als Folge des Jodmangels ist extrem hoch und ab dem 45. Lebensjahr ist jeder zweite Mensch in der Bundesrepublik betroffen. Gerade deshalb ist es besonders wichtig Schilddrüsenfunktionsstörungen nicht nur als Folge des Jodmangels (Schilddrüsenautonomie) zu sehen, sondern wesentliche Ursachen wie z.B. Autoimmunthyreopatien (Schilddrüsenunterfunktion als Folge körpereigener Abwehrstoffe) zu bedenken.

In einer Kosten-Nutzen-Analyse konnte festgestellt werden, dass bei Frauen über 35 Jahren die Hälfte des Nutzens auf die Prävention einer manifesten Hypothyreose und der damit verbundenen Morbidität, dabei 30% auf eine Verbesserung der klinischen Symptome und schließlich ein kleinerer Vorteil auf die Absenkung des Serumcholesterin und der damit verbundenen Reduktion des koronaren Risikos entfiel.

Im Hinblick auf die inzwischen niedrigen Kosten der Serum-TSH-Bestimmung (TSH = Thyreoideastimulierendes Hormon. Das Hormon der Hirnanhangdrüse, welches die Schilddrüse stimuliert, die Schilddrüsenhormone zu produzieren) sind die erheblich höheren Kosten einer breit gestreuten Diagnostik unspezifischer Symptome sowie teure Aufwendungen der Therapie mit z.B. cholesterinsenkenden Medikamenten abzuwägen.

Screening-Untersuchungen bei schwangeren Frauen sind mit Nachdruck zu empfehlen, da Störungen der neurophysiologischen Entwicklung des Feten und auch weitere Schwangerschaftskomplikationen einschließlich des Todes des Feten klar belegt sind.

Die Schilddrüsen-Liga Deutschland e.V. fordert die Aufnahme eines TSH-Screenings bei der Deutschen Bevölkerung ab dem 35. Lebensjahr; bei Eltern mit Schilddrüsenkrankheiten sollten, unabhängig vom Alter, auch die Kinder dem Screening zugeführt werden.

WANC 04.04

Forum Schilddrüse

Schilddrüse.net

Schilddrüse: Erkrankung wird oft zu spät erkannt

 
Seite versenden  
Seite drucken