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Heranwachsende Maden in einer Mischung aus Honig, Getreide und Wasser (Foto: University of California)
Wunden: Maden verhindern Infektionen

Es hört sich eklig an: Maden helfen, Wundinfektionen zu verhindern. Doch Forscher berichten über erfolgreiche Behandlungen, bei denen Maden zerstörtes Gewebe fressen und einen antibakteriellen Wirkstoff einbringen. 

Zu interessanten Forschungsergebnissen sind US-Wissenschaftler der Clinical Infectious Diseases Society gekommen: Maden der grünen Schmeißfliegen eignen sich hervorragend dazu, postoperative Wunden von Infektionen freizuhalten. Die Maden fressen nämlich zerstörtes Gewebe und bringen einen antibakteriellen Wirkstoff ein. Diese Behandlungsmethode geht auf Entdeckungen zurück, die aus den 20-er Jahren stammen. Doch mit dem Aufkommen von Antobiotika wurde sie vergessen.

Bei der Maden-Therapie MDT (maggot debridement therapy) werden Maden der Schmeißfliege Phaenicia Sericata zunächst im Eierstadium desinfiziert, damit sie keine weiteren Erreger in die offene Wunde einbringen, ehe sie aufgebracht werden. In den Versuchen wurden die Patienten zwei Mal wöchentlich für einen Zeitraum von 48 bis 72 Stunden behandelt. In den Untersuchungen wurde deutlich, dass die Heilungserfolge sehr viel versprechend waren.

"Für die Patienten scheint die MDT weniger Probleme zu verursachen als für das Krankenhauspersonal", erklärt der Mediziner Ronals Sherman, Direktor von BioTherapeutics, Education & Reasearch Foundation und Autor des Artikels im Fachmagazin. Die Behandlung mit den Maden ist zwar nicht so kostengünstig wie ursprünglich angenommen, da die Eier unter großem technischen Aufwand desinfiziert und täglich frisch hergestellt werden müssen. In der Zwischenzeit ist die MDT-Therapie auch von der amerikanischen Aufsichtsbehörde FDA als erfolgreiche Therapie gegen Wundinfektionen anerkannt worden.

WANC 23.09.04/pte

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Deutsches Ärzteblatt

 
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