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Ob man sein Gewicht ohne Probleme hält, ist anscheindend auch genetisch bedingt.
Neue Therapie gegen Übergewicht

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Cholesterinstoffwechsel auch den Appetit beeinflussen kann. Ein bestimmtes Gen, ist nicht nur für den Cholesterintransport bedeutend, sondern beeinflusst auch Appetit und Fettspeicherung im Körper.

Übergewicht ist eines der wichtigsten Gesundheitsprobleme unserer Gesellschaft. Seit längerem vermuten Wissenschaftler, dass neben äußeren Faktoren auch zahlreiche veränderte Gene für das Entstehen von Übergewicht eine Rolle spielen.

Ein Forscherteam um Annette Schürmann vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und Cord Dohrmann von der Biotech-Firma Develogen (Göttingen) hat nachgewiesen, dass auch Komponenten des Cholesterinstoffwechsels den Appetit beeinflussen können. "Unsere Daten zeigen, dass das ABCG1-Gen nicht nur für den Cholesterintransport eine Rolle spielt, sondern auch an der Regulation des Appetits, des Energiehaushalts sowie der Fettspeicherung beteiligt ist. Daher könnte es als neuer Angriffspunkt für die Behandlung von Übergewicht und Typ-2-Diabetes in Frage kommen," erklärt Schürmann.

Untersuchungen an der New-Zealand Obese Maus (NZO), die sehr früh ein krankhaftes Übergewicht (Adipositas) und einen Typ-2-Diabetes entwickelt, brachten die DIfE-Wissenschaftler auf die Spur des Cholesterintransporter-Gens. In der zur Fettsucht neigenden Maus ist das Gen verändert und zudem in einem chromosomalen Abschnitt lokalisiert, der nach anderen Analysen mindestens ein Adipositas-Gen enthält. Dies führt dazu, dass der Cholesterintransporter im Fettgewebe der NZO-Maus verstärkt synthetisiert wird.

Um die Funktion des Cholesterintransporters genauer zu analysieren, schalteten die Forscher das Gen in der Maus aus. Die Mäuse, denen das Cholesterintransporter-Gen fehlte, fraßen weniger, hatten einen erhöhten Energieverbrauch und nahmen unter einer fettreichen Diät nur halb soviel zu wie Tiere, bei denen das Gen intakt war. Zudem war die genetisch veränderte Maus widerstandsfähiger gegenüber einer durch zu fettige Nahrung hervor gerufenen Insulinresistenz.

Die Wissenschaftler glauben, dass sie den Schlüssel für eine wirksame Therapie gegen Übergewicht gefunden haben. Sie hoffen, ein Medikamente zu entwickeln, das einer Insulinresistenz entgegenwirken kann. Denn sei eine der Hauptursachen von Typ-2-Diabetes und werde bei Menschen durch eine zu fettreiche Ernährung ausgelöst.

WANC 24.01.07

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