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Sportler
Sport in der Krebsnachsorge: Körperliche Ausdauer und pschychisches Wohlbefinden
Sport nutzt Krebspatienten

Krebspatienten profitieren von einem auf ihre Erkrankung abgestimmten Trainingsprogramm. Die Bewegung stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte, steigert die Ausdauer und erhöht das Wohlbefinden.

Früher rieten Ärzte ihren Krebspatienten zur Ruhe, damit diese die Strapazen der Therapie besser verkraften. Vor allem todkranken Patienten wollten sie jegliche Unannehmlichkeiten ersparen. Inzwischen hat bei vielen Therapeuten ein Umdenken eingesetzt. Ähnlich wie bei den Herzinfarkt-Patienten, die sich in und nach der Reha-Behandlung in Herzsportgruppen treffen, gibt es in Deutschland bereits mehr als 600 Gruppen, die "Sport in der Krebsnachsorge" anbieten.

Das Ziel ist die Steigerung der körperlichen Ausdauer und des psychischen Wohlbefinden. Experten wie Prof. Horst Michna von der Technischen Universität München sind überzeugt, dass Sport die Abwehrkräfte mobilisiert. Es gebe sogar Hinweise, dass die körpereigene Krebsabwehr gestärkt werde, schreibt der Mediziner in der Deutschen Zeitschrift für Onkologie.

Michna empfiehlt ein auf die Erkrankung abgestimmtes Trainingsprogramm. Nicht die Leistung zähle, sondern die Regelmäßigkeit. Geeignet seien "Walking" und Übungen auf dem Heimtrainer. Auch ein gewisses Krafttraining könne nicht schaden, vorausgesetzt, die Krebspatienten übertreiben nicht. Ideal seien zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche. Wichtig dabei: Das Sportprogramm sollte unbedingt mit dem Arzt abgesprochen sein.

Viele Mediziner beurteilen die Wirkung des Sports so positiv, dass sie die Patienten bereits während der Chemotherapie damit beginnen lassen. Prof. Klaus Schüle von der Deutschen Sporthochschule in Köln hat in einer Studie Patienten trainiert, die sich einer Knochenmarktransplantation unterzogen hatten.

Dieser Behandlung geht die aggressivste Chemo- und Strahlentherapie voraus, die in der Medizin überhaupt durchgeführt wird. Dabei werden Tumorzellen in Blut und Knochenmark vernichtet, was nur zum Preis einer Zerstörung des eigenen Blut bildenden Gewebes möglich ist. Die Transplantation liefert dann die für die Erholung notwendigen Stammzellen. Diese Patienten werden nach der Behandlung in Einzelzimmern isoliert, um sie vor lebensbedrohlichen Keimen zu schützen.

"Dies führt zu einem Teufelskreis aus Bewegungsmangel und abnehmender Leistungsfähigkeit, welche die Erholung nach der Therapie verlangsamt und den Bewegungsmangel verstärkt", warnt Schüle. An einer Spezialklinik für Knochenmarktransplantationen in Idar-Oberstein wurden die Patienten mit Ergometern im Krankenzimmer trainiert.

Damit gelang es den Teufelskreis zu durchbrechen. Ein- bis zweimal pro Tag durften die Patienten für 10 bis 20 Minuten trainieren, solange keine akuten Komplikationen wie Fieber, Blutungen, Erbrechen oder andere Störungen vorlagen. Schüle: "Die Patienten erholten sich körperlich und psychisch besser als eine Kontrollgruppe, in der nur eine leichte Krankengymnastik (Bewegungstherapie) angeboten wurde."

WANC 27.01.06

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