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Alkohol und Medikamente: Vorsicht

Wer bestimmte Medikamente einnimmt und gleichzeitig Alkohol trinkt, sollte vorsichtig sein. Eine neue Studie zeigt, dass Alkohol die Verfügbarkeit verschiedener Präparate um bis zum Dreifachen erhöht. Das bedeutet, dass die eigentlich verschriebene Dosierung dreimal stärker wirkt.

Alkohol verändert die Interaktion von Enzymen und anderen Substanzen des Körpers mit den Wirkstoffen in Medikamenten. Manche dieser Arzneimittel lösen sich nicht gut im Magen-Darm-Trakt auf. Die Wissenschaftler untersuchten 22 Substanzen, wie sie sich im Darm auflösten, wenn Alkohol oder wenn kein Alkohol darin war. 60% der Medikamente lösten sich bei Alkohol viel schneller auf. Manche Präparate waren davon stärker betroffen als andere - insbesondere solche, die säurehaltig sind. Dazu gehören beispielsweise Warfarin, Tamoxifen und Naproxen.

Dass Arzneimittel und Alkohol oft nicht zusammen passen, hat das Institut für Pharmazie der Uni Leipzig für verschiedene Substanzen belegt. Unter Alkohol
- wird die Wirkung von Calciumantagonisten (Medikamente gegen Bluthochdruck) verstärkt,
- können Opioid-Analgetika (Schmerzmittel) zu Atemstillständen führen,
- haben Antitussiva (Medikamente gegen Husten) verstärkte Müdigkeit, Benommenheit, Atemdepression, Schwindel und eingeschränkte Verkehrstüchtigkeit zur Folge,
- werden die Nebenwirkungen - wie Ataxie (unkontrollierte Bewegungen), Muskelzucken, extrapyramidalemortische Störungen (Störungen im Bewegungsablauf), Atemstörungen - von Antiepileptika (Medikamente gegen Epilepsie) verstärkt
- treten bei NSAR und COX-2-Inhibitoren (entzündungshemmende Mittel) eher Gastritis, Ulcusbildungen (Geschwüre) und gastrointestinale (Verdauungstrakt) Blutungen auf,
- erhöht sich bei Acetylsalicylsäure das Risiko für Blutungen im Magern-Darm-Trakt,
- verstärken sich bei Anitdiabetika (Medikamente gegen Diabetes) die blutzuckersenkenden Wirkungen und damit die Gefahr von Hypoglykämien (Unterzuckerung),
- nimmt die Wirksamkeit einer Antikoagulantien-Therapie (Hemmung der Blutgerinnung) ab.

wanc 30.07.2012/ Quelle: EurkAlert, ACS News Service Weekly, Universität Leipzig
 
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