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Diagnose von Krankheiten anhand der Ausatemluft  (Foto: bellhäuser - das bilderwerk)
Diagnose von Krankheiten anhand der Ausatemluft (Foto: bellhäuser - das bilderwerk)
Atemluft verrät Krankheiten

Urin und Blut dienen dazu, Signale von Krankheiten wie Infektionen, Entzündungen oder Krebs aufzuspüren. Diese werden bei einer Laboruntersuchung an Stoffwechselprodukten ausgemacht, die in kleinsten Mengen auftreten. Doch diese Stoffwechselprodukte  sind auch im Atem in winzigen Spuren enthalten. Wissenschaftler haben jetzt eine Analyse entwickelt, die eine Diagnose von Krankheiten über das Ausatmen schnell und verlässlich ermöglicht.

Ärzte aus zahlreichen medizinischen Einrichtungen haben im Rahmen von klinischen Studien die Ausatemluft von Patienten mit bekannten Erkrankungen, wie beispielsweise Lungenkrebs und Infektionen, untersucht. Die Messtechnik dafür sei seit mehreren Jahren ausgereift, erklärt Jan Baumbach, Leiter der Gruppe „Computational Systems Biology“ an der Universität des Saarlandes. Bei der Auswertung der gemessenen Ergebnisse werden in den erfaßten Stoffwechselprodukten, sogenannten Metaboliten, quasi der Fingerabdruck der  Krankheit im Körper entlarvt.

Ganz einfach ist das nicht, weil aus den Abermillionen möglicher Spuren die wenig heraus gefunden werden müssen, die relevant sind. Dazu braucht es Muster, mit deren Hilfe dann automatisch unbekanntes Datenmaterial zuverlässig in die Kategorie „gesund“ oder „Krankheit X“ eingeordnet werden kann. „Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) lassen sich beispielsweise schon sehr genau identifizieren, mit einer Fehlerrate von unter fünf Prozent“, weiß Baumbach. Um jedoch möglichst viele störende Umwelteinflüsse berücksichtigen zu können, müsse man noch einige klinische Studien durchlaufen.

Vom Erfolg dieser Diagnosemethode ist der Wissenschaftler überzeugt. In fünf Jahren, so glaubt er, könne die notwendige Hardware in ein Smartphone eingebaut werden und die heute noch bis 18 Kilogramm schweren Geräte ersetzen. Dann ließen sich beispielsweise Bakterien und Tumore schneller und zuverlässiger bestimmen, der Blutzuckergehalt per Pusten ins Smartphone überprüfen oder das Toastbrot auf Schimmelpilze testen.

wanc 05.03.2012/ Quelle: Universität des Saarlandes
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