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 Dicke Luft: Alltag in Megacities wie Mumbai, Indien (Foto: Asian Insights)
Dicke Luft: Alltag in Megacities wie Mumbai, Indien (Foto: Asian Insights)
Luftqualität wird sich drastisch verschlechtern

Die Verschmutzung der Luft ist schon heute ein großes Gesundheitsproblem. Eine zunehmende Zahl von Studien belegt, dass die Auswirkungen schlechter Luftqualität das Risiko für verschiedene Krankheiten (u.a. Atemwegsbeschwerden, Herz-Kreislauf-Probleme, Krebs) erhöht. Neue Berechnungen des Max-Planck-Instituts lässt nun nichts Gutes für die Zukunft erahnen. Demnach verschlechtert sich die Qualität der Luft weltweit dramatisch.

Das Szenario, das der Max-Planck-Wissenschaftler Dr. Andrea Pozzer entwickelt hat, kann einem Angst einflößen. Und wenn Pozzer über seine Erwartungen spricht, dann nimmt die Beklemmung noch zu. Denn Pozzer sagt, dass die Luft im Jahr 2050 weltweit so schlecht sein wird, wie sie jetzt bereits in Ballungsgebieten Südostasiens ist.

Das ist das Ergebnis einer Simulation der Atmosphäre. Das chemische Atmosphärenmodell EMAC, das die Forscher für ihre aktuelle Studie verwendet haben, bezieht erstmals alle fünf wichtigen gesundheitsschädlichen Luftschadstoffe mit ein: Stickstoff- und Schwefeldioxid, Ozon, Kohlenmonoxid sowie Feinstaubpartikel (PM 2.5), die kleiner sind als 2,5 Mikrometer und als besonders gesundheitsschädlich gelten. Grundlage der Berechnungen sind die tatsächlichen Schadstoffemissionen aus dem Jahr 2005 und deren Trends in den darauffolgenden Jahren.

Luftverschmutzung ist bereits heute eines der großen Gesundheitsrisiken der Menschheit. Weltweit sterben nach Angaben der WHO (World Health Organisation) schätzungsweise 1,3 Millionen Menschen jährlich an den Folgen verschmutzter Stadtluft. Und diese Zahl wird in den nächsten Jahren steigen, auf jeden Fall dann, wenn keine weiteren Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung getroffen werden. „Die Studie macht deutlich, dass wir neue Gesetze zur Kontrolle und zur Reduktion industrieller Emissionen brauchen. Besonders für das östliche China und für Indien ist dies wichtig, sonst entstehen hier regelrechte Schadstoff-Hotspots“, warnt Pozzer, auch wenn es nach den bisherigen Erfahrungen eher unwahrscheinlich erscheint, dass diese Länder Gegenmaßnahmen ergreifen werden.

China und Indien zählen nach den Ergebnissen dieser Studie zu den Orten, die mit den höchsten Schadstoffwerten zu kämpfen haben werden. Bis 2050 werden die Werte dreimal so hoch liegen, verglichen mit dem heutigen Wert. Aber auch in Europa und Nord-Amerika werde sich die Luftverschmutzung erhöhen, erklären die Wissenschaftler. Eine weitere Studie soll nun berechnen, wie viele Menschen konkret von den gesundheitsschädlichen Auswirkungen sich verschlechternder Luftqualität betroffen sein werden.

wanc 02.08.2012/ Quelle: EGU Open Access journal Atmospheric Chemistry and Physics

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