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Schlafmangel beeinflusst 711 Gene, die auch Einfluss auf die Gesundheit haben  (Foto: istockphoto.com/mabe123)
Schlafmangel beeinflusst 711 Gene, die auch Einfluss auf die Gesundheit haben (Foto: istockphoto.com/mabe123)
Schlafmangel schadet der Gesundheit

Wer zu wenig schläft, bringt seinen Biorhythmus durcheinander. Eine Studie hat jetzt ermittelt, wie weitreichend die negativen Folgen auf die Gesundheit sind. Schlafmangel wirkt sich nämlich auf 711 Gene aus, die unter anderem den Stoffwechsel, Entzündungswerte, das Immunsystem und die Stressbelastung regulieren.

Zu wenig Schlaf, das bedeutet weniger als sechs Stunden, wirken sich negativ auf den gesamten Körper und nicht nur auf bestimmte Organe aus. In früheren Beobachtungen zu den Folgen von Schlafentzug wurde das noch nicht so genau erkannt. In einer von der englischen Universität von Surrey durchgeführten Studie wurde nun untersucht, welche biologischen Prozesse Schlafmangel im Körper des Menschen auslöst und welche Folgen das hat.

Um das herauszufinden, durften 14 Männer und 12 Frauen sieben Tage lang ausschlafen, was eine Nachtruhe von 8,5 Stunden bedeutete. Weitere sieben Tage lang, endete die Nacht bereits nach 5,7 Stunden Schlaf. Eine Dauer, die nach Auskunft der Wissenschaftler nicht ausreicht, um Wachsamkeit und Leistung zu erhalten. Die Studienteilnehmer waren am letzten Tag mit begrenzter Schlafdauer sehr schläfrig und zeigten eine Vielzahl von Aussetzern der Aufmerksamkeit - gemessen wurde das mit speziellen Tests.

Bei Untersuchungen des Blutes oder genauer der weißen Blutzellen konnten die Wissenschaftler erkennen, dass die Aktivität von 444 Genen herunter und von 267 herauf geregelt waren. Diese Gene haben einen direkten Einfluss auf den Tag-Nacht-Rhythmus, die Reaktion des Körpers auf Entzündungen und Stress sowie den Stoffwechsel der Zellen. Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind weitreichend. So kann Schlafmangel die Sterblichkeit erhöhen, Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen auslösen sowie die geistige Leistungsfähigkeit herab setzen.

Berliner Ärzteblatt 26.02.2013/ Quelle: PNAS, 2013
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