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Auch die Ernährung - vor allem Gemüse und Obst - hat Einfluß auf das Cholesterin (Foto: Stock photo)
Cholesterinsenkung: Nur jeder Zweite erreicht Zielwerte

Die Senkung des Cholesterin funktioniert nicht. Was ärztliche Fachgesellschaften als Behandlungsziel empfehlen, wird in der Wirklichkeit kaum erreicht.

Nahezu die Hälfte aller Patienten, die mit einem Cholesterinsenker (Statin) behandelt werden, erreichen die medizinisch empfohlenen Zielwerte für das LDL-Cholesterin nicht. Von diesen Patienten haben zwei Drittel zusätzlich abnormale HDL-Cholesterin-  oder Triglycerid-Werte. Ergeben hat das die Dyslipidemia International Study (DYSIS). Untersucht wurden von April 2008 bis Februar 2009 insgesamt 22.063 Patienten mit bereits laufender Statin-Therapie aus elf europäischen Ländern und Kanada.
 
„Diese Ergebnisse von DYSIS demonstrieren die Kluft zwischen den Empfehlungen der Fachgesellschaften und dem klinischen Alltag in der Therapie der Fettstoffwechsel-Störung, aber auch das Potential für Verbesserungen in der Therapie dieser Risikogruppen“, moniert Dr. Anselm Gitt, Institut für Herzinfarktforschung, Ludwigshafen.

Kardiovaskuläre Erkrankungen führen die Todesursachen-Statistiken der westlichen Welt an und verursachten allein im Jahr 2003 in der Europäischen Union Kosten in Höhe von 169 Mrd. Euro, so Gitt. Wesentliche Risikofaktoren für die Entwicklung und das Fortschreiten der Erkrankung sind neben Lebensstil, Adipositas, Rauchen, Hypertonie und Diabetes eben die Fettstoffwechsel-Störungen.

Die DKG betont, dass große Studien die Effektivität der Lipidsenkung durch Statine belegen konnten. Statine gehörten seitdem zur Standardtherapie in der Sekundär- und Primär-Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen. LDL-Zielwerte bei Personen ohne manifeste koronare Herzkrankheit liegen unter 160 mg/dl, bei zusätzlichen Risikofaktoren gilt LDL unter 130 mg/dl. Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit ist das primäre Ziel der Sekundärprävention ein LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl.

Die Frage nach dem Warum stellt sich: Behandeln und betreuen die Ärzte ihre Patienten unzureichend? Befolgen die Patienten nicht die Therapieanweisungen der Ärzte? Sind die Mittel zwar wirksam aber haben Nebenwirkungen, die die Patienten nicht akzeptieren?

WANC 17.04.09/Quelle: Dyslipidemia International Study (DYSIS), Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)

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